Was ist CBD ÖL

Beginnen wir mit der wohl grundlegendsten Frage: „Was ist eigentlich CBD?“ Hinter dieser Abkürzung verbirgt sich der Begriff Cannabidiol. Dabei handelt es sich um ein Cannabinoid, das mit Hilfe der CO2-Verdampfungsmethode aus der weiblichen Cannabis-Pflanze gewonnen wird. Damit gehört CBD zur gleichen Stoffgruppe wie das ungleich bekanntere (Tetrahydrocannabinol) THC. Im Gegensatz zu THC hat Cannabidiol jedoch einen anderen Wirkmechanismus. Der größte Unterschied zwischen THC und CBD besteht darin, dass CBD nicht psychotrop wirkt.

Wenn Du CBD Öle oder CBD Liquids zu Dir nimmst, kommt es also nicht zu Rauschzuständen oder ähnlichen halluzinogenen Zuständen, wie sie etwa der psychoaktive Wirkstoff THC mit sich bringt. Studien belegen, dass der Wirkstoff im menschlichen Körper an zahlreichen Rezeptoren andockt und an entsprechend vielen Orten aktiv werden kann. Speziell durch seine potenziell entkrampfende, angstlösende und entzündungshemmende sowie anti-psychotische Wirkung birgt CBD Öl ein großes medizinisches bzw. gesundheitliches Potential.

Ist CBD ÖL in Deutschland legal?

Wir haben die Antwort auf diese Frage eigentlich schon vorweggenommen: Ja, CBD Öl ist anders als THC in Deutschland legal. Nichtsdestotrotz wollen wir an dieser Stelle ein wenig detaillierter auf die Rechtslage eingehen, die sich zum Teil erheblich von unseren Nachbarländern unterscheidet. Und nein, damit meinen wir nicht die Niederländer. Cannabidiol ist als nicht-psychoaktiver Stoff legal und für die Nutzung als Nahrungsergänzungsmittel, Medizin- und Kosmetikprodukt zugelassen.

Manche CBD Produkte, die ausschließlich medizinischen Zwecken dienen, sind laut Gesetz aber sowohl apotheken- als auch rezeptpflichtig. Diese muss Du Dir also von Deinem Arzt verschreiben lassen. Beim Vertrieb als Nahrungsergänzungsmittel bzw. Kosmetikprodukt besteht keine dieser Pflichten. Aus Gründen der rechtlichen Sicherheit verkaufen die meisten Händler CBD Öl oder CBD Liquids sowohl offline als auch online lediglich an Personen über 18 Jahren.

Interessant sind aber vor allem die Grenzwerte von Cannabisprodukten, zumal viele CBD-Produkte allein aus biologisch-chemischen Gründen geringe Spuren von THC aufweisen. Hierzulande gilt eine gesetzliche Höchstgrenze von 0,2 Prozent THC. Unterhalb dieser Grenze kannst Du CBD-haltige Produkte aktuell frei und legal erwerben. Oberhalb dieser Grenze unterliegen Cannabis-Produkte der bereits angesprochenen Rezept- und Apothekenpflicht. Aber keine Angst, nur weil ein wenig THC in vielen CBD-Produkten steckt, bedeutet das noch lange nicht, dass Du eine Wirkung spürst.

Zum Vergleich: Eine konventionelle Cannabissorte, die von Konsumenten ihrer psychoaktiven Wirkung wegen geraucht wird, hat meist zwischen 10 und 25 Prozent THC. Es handelt sich also um einen Bruchteil der Konzentration, die einen merklichen Effekt hat. In der Schweiz gilt für Cannabis-Produkte übrigens ein Grenzwert von 1 Prozent. Das ist immerhin das Fünffache und aus der Schweiz sind in den letzten Jahren auch noch keine Horrormeldungen über die Alpen geschwappt.

In welcher Form kann ich CBD kaufen?

Nachdem Du all diese positiven Dinge gehört hast, liegt die Frage nahe, in welcher Form Du CBD kaufen kannst, um Dir die potenzielle Wirkung zunutze zu machen. Und die gute Nachricht ist, dass Du CBD in nahezu jeder erdenklichen Form angefangen von CBD-Öl über CBD-Liquids für Deine E-Zigarette bis hin zu CBD-Kapseln, CBD-Cremes und sogar CBD-„Gras“ für die Herstellung eigener CBD-Produkte bekommst. Alle CBD-Produkte haben dabei aber ihre eigenen Vor- und Nachteile sowie ihre spezifischen Anwendungsbereiche.

CBD Öl – Der Klassiker

CBD Öl, das umgangssprachlich oft auch als Hanföl bezeichnet wird, ist ein Extrakt mit einem besonders hohen Cannabidiol-Gehalt. Das Öl wird meist aus kaltgepresstem Hanfsamenöl hergestellt und mit synthetischen CBD-Extrakten angereichert. Manche Öle hingegen beziehen ihren CBD-Gehalt ausschließlich aus synthetischen CBD-Extrakten und nutzen als Basis dagegen andere Öle wie Kokosöl oder Olivenöl. CBD Öl eignet sich insbesondere für die direkte orale Anwendung. Du kannst es aber auch auf die Haut auftragen, in der Küche nutzen bzw. zur Herstellung von Tinkturen verwenden. Hierzulande kannst Du das vielfältig einsetzbare CBD Öl mit einer THC-Konzentration von maximal 0,2 Prozent kaufen. Es macht Dich also weder „stoned“ noch „high“.

CBD Liquids – Cannabidiol zum Rauchen

Wenn wir uns einmal die Vielfalt der CBD-Produkte ansehen, dann entwickelt sich CBD ebenso zu einem Lifestyle-Produkt wie die E-Zigarette. Über CBD-E-Liquids kannst Du von den Vorteilen des Cannabinoids auch mit Hilfe Deiner E-Zigarette profitieren. Diese Liquids sind sich nämlich nichts anderes, als hochkonzentriertes Cannabidiol, das in einer Trägerflüssigkeit gelöst wurde. Meist handelt es sich dabei um den dreiwertigen Alkohol Glycerin. Das Liquid kannst Du damit optimal in einer E-Zigarette bzw. einem Vaporizer verdampfen, ohne dass Du schädliche Verbrennungsgase einatmest. Wenn Du schon zum Verdampfer greifst, dann verwende bitte nur dafür zugelassene CBD-Produkte. CBD-Öl eignet sich gleich aus mehreren Gründen nicht. Erstens verbreitet das Verdampfen der Ölbasis einen beißenden Geruch samt womöglich schädlichen Stoffen. Zweitens kann auch Dein Vaporizer schweren Schaden nehmen.

CBD Kapseln – Dosierung leicht gemacht

CBD-Kapseln sind grundsätzlich nichts anderes als vorportioniertes CBD-Öl in einer Hülle aus Gelatine, Cellulose oder Carrageen. Der große Vorteil der CBD-Kapseln ist die einfache Dosierbarkeit und Handhabung. Diese kannst Du zu jeder Tageszeit ganz einfach wie eine Tablette einnehmen, ohne mit einem Ölfläschchen Tropfen für Tropfen abmessen zu müssen. Das wiederum erleichtert eine immer gleichbleibende Dosierung, wodurch sich CBD-Kapseln als leicht handhabbares Nahrungsergänzungsmittel eignen.

CBD Produkte von Paste bis Blüten

Abgesehen von CBD Öl, CBD Kapseln und CBD Liquids gibt es auf dem Markt eine ganze Fülle an weiteren Produkten. Während im Beautybereich insbesondere CBD-haltige Pasten, Cremes, Shampoos, Salben und Balsame dominieren, gibt es auch eher ungewöhnliche Produkte. Dazu gehören etwa sogenannte CBD Kristalle. Dabei handelt es sich grob gesagt um reines Cannabidiol, das zu einem Feststoff kristallisiert wurde. Dieses weist eine Reinheit von rund 98 Prozent auf und kann sowohl direkt über die Mundschleimhaut aufgenommen oder verdampft als auch gemeinsam mit Nahrungsmitteln über die Magenschleimhaut aufgenommen werden.
Für echte Puristen hält der Markt CBD-Blüten bereit. Also das, was man durchaus als „CBD Gras“ bezeichnen könnte – mit einem THC-Gehalt von unter 0,2 Prozent versteht sich. Da es sich sozusagen um das Grundprodukt aller CBD-Produkte handelt, kannst Du die CBD Blüten in jeder erdenklichen Weise einsetzen. Ob zum Kochen, Backen, der Herstellung von Salben oder der Herstellung von eigenem CBD-Öl spielt dabei keine Rolle.

Die Geschichte DES CBD ÖLs

Über die Wirkung der Hanfpflanze weiß die Menschheit bereits seit Jahrtausenden bestens Bescheid. Seit Menschengedenken schätzt man die darin enthaltenen Cannabinoide, von denen man natürlich noch nichts wusste, als bewährtes Hausmittel gegen allerlei Beschwerden. Mit der aufkommenden Marihuana-Prohibition zu Beginn des 20. Jahrhunderts und dem Verschwinden des Nutzhanfs aus der Industrie ging auch viel Wissen verloren.

Auch wenn nur THC-haltiger Hanf verboten war, fristeten auch Sorten, die über kein THC, dafür aber einen hohen CBD-Anteil (10%, 15%, 20%) verfügen, ein Nischendasein. Bis zur Entdeckung bzw. der Widerentdeckung der positiven Effekte von Cannabidiol war es ein langer Weg. Anbei ein kurzer Abriss der Geschichte des CBDs von seiner „Entdeckung“ bis heute.

  • 1940 – Wieder(-entdeckung) von Cannabidiol: Einigen Chemikern der University of Illinois gelang es, Cannabidiol aus einer Cannabispflanze zu extrahieren. Auch wenn die Forscher CBD damals noch als giftig einstuften und den positiven Nutzen ausschlossen, ist das Jahr 1940 der Grundstein der modernen CBD-Forschung.
  • 1963 – Ermittlung der chemischen Zusammensetzung: Über 20 Jahre nach der Entdeckung gelang es dem Chemiker Raphael Mechoulam, die chemische Struktur von CBD aufzuschlüsseln. Fun Fact: Die gleiche Forschergruppe der Hebräischen Universität Jerusalem entschlüsselte noch im gleichen Jahr auch den chemischen Code von THC.
  • 1973 – Entdeckung des medizinischen Potentials: Im Rahmen eines Tierversuchs konnten brasilianische Forscher den Nachweis erbringen, dass CBD Epilepsie-Symptome lindern kann und angstlösende Eigenschaften hat. Im Zuge weiterer Forschungsreihen in den 1970ern kam die Entdeckung des Potentials bei der Behandlung von Schlafstörungen und Übelkeit hinzu.
  • 1980-1995 – Entdeckung der anti-psychotischen Wirkung: In einem rund 15-jährigen Zeitraum forschte man an der anti-psychotischen Wirkung von CBD Öl. Einen ersten Versuch am Menschen gab es im besagten Jahr 1995.
  • 2000-heute – Legalisierung von Cannabis: Die Ergebnisse der medizinischen Forschung haben seit Mitte der 1990er- zu einer wahren Legalisierungswelle vor allem für Cannabis-Sorten und Cannabis-Produkte geführt, die hauptsächlich CBD enthalten und einen gewissen THC-Grenzwert nicht überschreiten. Und wie Du siehst, kannst Du heute CBD Produkte in allen möglichen Formen in der Drogerie und dem Internet kaufen.

 

der Unterschied zwischen CBD und THC?

CBD und THC sind die beiden am häufigsten in der Cannabispflanze vorkommenden Cannabinoide. Wie Du bereits gelernt hast, ist THC eine psychoaktive Substanz, die die aus Film und Fernsehen bekannten Rauschzustände hervorruft. CBD ist hingegen nicht psycho-aktiv. Ganz im Gegenteil, denn durch seine spezielle chemische Struktur ist CBD sogar ein Gegenspieler von THC. Das bedeutet, dass CBD beispielsweise auch das „High-Gefühl“ des THCs neutralisieren kann. Dies geschieht dadurch, dass CBD den sogenannten CB2-Repzeptor aktiviert. Gleichzeitig erfolgt eine Blockade des CB1-Rezeptors, an den normalerweise THC andockt. Ein Grund mehr, warum ein geringer THC-Anteil in CBD Ölen von Seiten des Gesetzgebers als unbedenklich eingestuft wird.

Wie  wirkt CBD Öl im Körper?

Die Forschung der vergangenen Jahrzehnte hat im Rahmen von Tierstudien sowie etlichen Versuchsreihen am Menschen erwiesen, dass CBD ein großes medizinisches Potential bietet. Dieses Potential geht hauptsächlich auf drei derzeit bekannte Wirkmechanismen zurück. Kennst Du eines der wohl ältesten Schmerzmittel, das bereits die alten Ägypter, Griechen und Chinesen kannten? Nein? Es ist die Vanille-Pflanze. Genau genommen sind es die darin enthaltenen Vanilloide, die schon seit Jahrtausenden zur Behandlung von Schmerzen eingesetzt werden. Und warum? Weil unser Körper nur so mit Vanniloid-Rezeptoren gespickt ist. Diese sitzen an den Endigungen unserer Nerven und funktionieren unter anderem als Schmerzrezeptoren. Das betrifft vor allem die sogenannten Vanilloid-Rezeptoren des Typen 1 und 2. Interessanterweise docken aber nicht nur Vanilloide an diese Rezeptoren an, sondern auch CBD. Ferner kann CBD Öl laut diversen Studien ebenso eine schmerzstillende Wirkung haben wie die ebenfalls seit Urzeiten bekannte Vanille. Durch Tierversuche konnte man zudem herausfinden, dass CBD auch auf die Glycin-Rezeptoren wirkt. Diese sind Vermutungen von Medizinern zur Folge zumindest mitverantwortlich für die Unterdrückung von chronischen Schmerzreizen. Nach aktuellem Stand kann Cannabidiol über zwei unterschiedliche Mechanismen schmerzlindernd wirken.

Angstlösung über Aktivierung von Serotonin-Rezeptoren

Wir haben bereits erwähnt, dass Cannabidiol in Studien ein angstlösender Wirkmechanismus nachgewiesen wurde. Diese Wirkungsweise geht darauf zurück, dass sich Cannabidiol an den 5-HT1A-Rezeptor andockt. Dieser zählt zu den Serotonin-Rezeptoren, also einer Empfangsstelle für das Hormon Serotonin, das Du umgangssprachlich einfach als „Glückshormon“ kennst, da es unter anderem stimmungsaufhellend wirkt. In klinischen Studien mit Wirkstoffen wie Buspiron konnte man belegen, dass die Aktivierung dieser am Rückenmark und im Gehirn angesiedelten Rezeptoren zur Lösung von Angstzuständen führen kann. Darüber hinaus stehen genau diese Rezeptoren auch mit der Verarbeitung des aktiven Lernens und der Regulierung der Körpertemperatur in Zusammenhang. Dementsprechend bieten sich an dieser Stelle weitere Möglichkeiten, wie etwa im Bereich der Alzheimerforschung. In den kommenden Jahren ist aufgrund zahlreicher laufender Studien jedenfalls mit einigen interessanten Erkenntnissen zu rechnen.

Entspannende und entzündungshemmende Wirkung über Neurotransmitter

Cannabidiol wirkt bei vielen Personen entspannend. Daher verwundert es wenig, dass CBD in der Medizin sowie als Nahrungsergänzungsmittel oftmals zur Entspannung angewendet wird. Diese Wirkungsweise geht nach Vermutungen von Wissenschaftlern darauf zurück, dass CBD die Signalgebung durch einige Botenstoffe (Neurotransmitter) verstärkt. CBD wirkt sich beispielsweise auf die Ausschüttung des Stoffs Adenosin aus. Dieser wiederum triggert die Ausschüttung von Botenstoffen wie Acetylcholin, Noradrenalin und Dopamin. Unter den zahlreichen so angeregten Prozessen befindet sich auch die Weitung der Blutgefäße, was einen Entspannungszustand nach sich zieht. Da das bereits angesprochene Adenosin auch an der Synthese von Stoffen beteiligt ist, die eine entzündungshemmende Wirkung entfalten, liegt der Zusammenhang zur entzündungshemmenden Wirkung von CBD nahe.

Cannabidiol – Ein WirkStoff viele Einsatzgebiete

Es ist müßig zu erwähnen, dass noch viel Forschungsarbeit notwendig ist, bis wir alle Wirkmechanismen von CBD Öl erforscht haben und damit das volle Potential erkennen. Nichtsdestotrotz werden CBD-haltige Produkte bzw. Medikamente aufgrund der potenziell schmerzstillenden, entzündungshemmenden, entspannenden und angstlösenden Wirkung bereits in zahlreichen Bereichen erfolgreich eingesetzt. Neben der Kosmetik und der Behandlung von Einschlafproblemen und einfacher Schmerzen betrifft das auch einige ernsthafte medizinische Probleme wie Migräne, Epilepsie und Autismus.

CBD – Der neue Wunderstoff in der Kosmetik?

Bevor wir uns etwas ausführlicher den medizinischen Einsatzgebieten von CBD widmen, möchten wir einen eher unbekannten Einsatzzweck beleuchten. Oder wusstest Du, dass Cannabinoide wie Cannabidiol auch aus kosmetischer Sicht ein enorm vielfältiges Anwendungsspektrum haben? Immerhin verfügt auch unsere Haut über diverse Cannabinoid-Rezeptoren. Gemeinsam mit Wirkstoffen aus klassischen „Kosmetik-Pflanzen“ wie Rosmarin, Minze, Ringelblume, Süßholzwurzel oder Lavendel findet sich CBD mittlerweile in zahlreichen Cremes wieder. Diese Cremes sollen beispielsweise die Durchblutung der Haut anregen und diese beruhigen. Und das ganz ohne künstliche Zusatzstoffe. Darüber hinaus kommen hier nach Aussagen von Kosmetikexperten auch die entzündungshemmenden Eigenschaften von CBD zum Tragen, was zahlreiche Anwendungen abseits der normalen Hautpflege eröffnet:

  • Unreine und unebene Haut: CBD ist mittlerweile in vielen Hautcremes und Lippenbalsamen enthalten, die gegen trockene, spröde, unreine oder unebene Haut eingesetzt werden. Insbesondere bei trockener Heizungsluft im Winter können CBD-haltige Pflegeprodukte eine echte Alternative sein.
  • Schuppenflechte: Bei der entzündlichen Schuppenflechte kommt es zu einer vermehrten Produktion an Hautzellen. Das wiederum zieht schuppige, gerötete und juckende Hautbereiche nach sich. Körpersalben, Shampoos und Spülungen mit CBD können Linderung verschaffen.
  • Akne: Auch bei der häufig im Jugendalter beginnenden Entzündungen durch das Verstopfen der Talgdrüsen kann Cannabidiol seine entzündungshemmende Wirkung entfalten. Oftmals sind solche CBD-Produkte zusätzlich mit Dexpanthenol, Bisabolol und Zink versehen, was die Gesundung der Haut zusätzlich fördert.
  • Neurodermitis: Die entzündliche Neurodermitis lässt sich durch Cremes mit Cannabidiol, Ringelblume, Lavendel und Hanfsamenöl in vielen Fällen ebenfalls lindern.

CBD Öl bei Schmerzen

Aufgrund der Beeinflussung der für die Schmerzempfindung zuständigen Vanilloid-Rezeptoren und der insgesamt entzündungshemmenden und krampflösenden Wirkung spielt CBD bei der Schmerzbehandlung eine nicht zu unterschätzende Rolle. In der Naturheilkunde wird CBD Öl daher bereits seit längerer Zeit ergänzend bei entzündungsbedingten Schmerzen sowie bei Nervenschmerzen eingesetzt. Wissenschaftler vermuten einen ähnlichen Mechanismus, wie er hinter der Wirkung von nicht-steroidalen Antirheumatika (NSAR) wie Ibuprofen und Diclofenac steckt. CBD eignet sich in vielen Fällen daher ideal als Ergänzung zur konventionellen Schmerztherapie. Kopfschmerzen sind eine echte Volkskrankheit. Immerhin leiden mindestens zwei Drittel der Bevölkerung zumindest gelegentlich unter Kopfschmerzen. Ursächlich sind neben Stress oftmals eine ungesunde Ernährung, Fehlhaltungen eine zu schwach ausgeprägte Nackenmuskulatur und etliche weitere Folgen unseres modernen Lebensstils. Anstatt das Problem bei der Wurzel zu packen, greifen viele gleich zur Kopfschmerztablette. Das allerdings kann genau das Gegenteil bewirken. Wenn Du nämlich jedes Mal bei leichten Kopfschmerzen zur Tablette greifst, kann sich unter Beteiligung des Belohnungszentrums ein chronischer Kopfschmerz durch die Einnahme von Kopfschmerztabletten entwickeln. Und diesen wirst Du nur durch noch mehr Tabletten oder einen „kalte Entzug“ über mehrere Wochen wieder los. Ein Teufelskreis, der Deiner Leber bzw. dem Magen auf Dauer schadet. Da trifft es sich gut, dass Cannabidiol ähnlich wie Pfefferminzöl auch bei Kopfschmerzen gute Dienste leisten kann. Wissenschaftler vermuten, dass die den Kopfschmerz lindernde Wirkung auf die Aktivierung des CB1-Rezeptors zurückgeht. Hinzu kommt die potenziell durchblutungsfördernde und entkrampfende Wirkung infolge der Aktivierung des Neurotransmitters Adenosin. In der Praxis hat sich bereits bei vielen Betroffenen gezeigt, dass CBD sowohl bei leichten Kopfschmerzen als auch bei typischen Migränekopfschmerzen helfen kann.

Aktuell laufen mehrere Studien zur Auswirkung von Cannabidiol auf Migräne. Forscher vermuten, dass sich die körpereigenen Cannabinoide 2-Arachidonylglycerin und Cannabinoide Anandamid (AEA) über CBD stimulieren lassen, was zur Ausweitung der Blutgefäße im Gehirn führen könnte. In den kommenden Jahren dürfen wir also mit handfesten Ergebnissen rechnen.

CBD Öl bei Schlafstörungen und zur Beruhigung

Die beruhigende und angstlösende Wirkung von CBD ist bereits im Rahmen zahlreicher Studien nachgewiesen worden. Dementsprechende erfreuen sich CBD-Produkte wie CBD Öl großer Beliebtheit als Beruhigungsmittel zum Herunterkommen oder Einschlafhilfe. Wirklich interessant sind jedoch einige Studien, die den Einfluss von CBD auf Schlafstörungen untersucht haben. Die durchführenden Wissenschaftler stellten nicht nur fest, dass die Versuchsteilnehmer schneller einschliefen, sondern auch eine längere Schlafdauer aufwiesen. Interessant ist hier vor allem die gesteigerte Länge der unterbrechungsfreien Tiefschlafphase (Non Rapid Eye Movement-Phase). Diese ist dafür verantwortlich, dass Körper und Gehirn schnell und effektiv regenerieren. Durch die gleichzeitige Reduktion der Traumphasen könnte sich der Einsatz von CBD auch für viele Menschen als Segen erweisen, die unter Schlafstörungen leiden, die auf der Furcht vor Alpträumen basieren. Klinische Vorstudien sowie Erfahrungsberichte nähren diese Annahme.

Mit Cannabidiol Bluthochdruck bekämpfen?

Ähnlich wie Kopfschmerzen gehört auch der Bluthochdruck hierzulande zu den absoluten Volkskrankheiten. Während nur 10 Prozent aller Fälle auf Grunderkrankungen wie Nierenleiden zurückgehen, hast Du die meisten Faktoren für die Entwicklung von Bluthochdruck selbst in der Hand. Dazu zählen unter anderem:

  • Bewegungsmangel
  • Starkes Übergewicht durch zu hohen Körperfettanteil
  • Hoher Salzkonsum
  • Kaliummangel
  • Rauchen
  • Alkoholmissbrauch

Eines also vorweg: Bevor Du Dir überhaupt Gedanken darüber machst, CBD gegen Deinen zu hohen Blutdruck einzusetzen, solltest Du erst einmal an den genannten Faktoren arbeiten. Ernähre Dich ausgewogen und gesund, bewege dich regelmäßig, senke Deinen Körperfettanteil, rauche nicht und trinke Alkohol nur in Maßen. Damit hast Du bereits sehr viel erreicht. CBD sollte in einem solchen Fall lediglich eine Ergänzung sein, die nur in Absprache mit Deinem behandelnden Arzt erfolgt. Und ja, wenn Du bei Dir Bluthochdruck feststellst, solltest Du damit zu Deinem Arzt gehen. Bluthochdruck ist keine Lappalie. Unabhängig davon könnte es sein, dass sich Cannabidiol in Zukunft zu einem probaten Mittel zur Bluthochdruckbekämpfung entwickelt und sich damit in eine Reihe mit ACE-Hemmern, Beta-Blockern und Co einreiht. Grundlage für diese Annahme ist eine Studie der University of Nottingham. Forscher der Universität haben nämlich zufällig entdeckt, dass die Einnahme bei vielen Probanden zu einem Absacken des Blutdrucks führt. Im Zuge einer daraufhin ausgeführten Doppel-Blind-Studie mit einer Placebo-Gruppe bestätigte sich der Zufallsfund. Der Ruheblutdruck der CBD-Gruppe lag tatsächlich niedriger als der Blutdruck der Vergleichsgruppe. Bei dieser Untersuchung handelt es sich allerdings nur um eine kleine Stichprobe. Damit ist noch keine allgemeine Aussagekraft gegeben.

Hilft CBD gegen schwere Erkrankungen wie Epilepsie, Autismus und Krebs?

Ein potenzieller neuer Wirkstoff, der ein solches Potential wie Cannabidiol hat, weckt natürlich auch Hoffnungen im Kampf gegen gravierende Erkrankungen wie Epilepsie, Autismus oder gar Krebs. Gerade in diesem Umfeld sollte man jedoch weitreichende Studien und Forschungen samt den Resultaten abwarten. Falsche Hoffnungen oder im schlimmsten Fall das Unterbleiben einer als wirksam eingestuften Therapie zugunsten von etwa CBD können ernste Folgen haben. Nichtsdestotrotz dürfen wir durchaus positiv in diese Richtung denken, zumal bereits intensiv geforscht wird. Bei einigen Autismus-Patienten zeigte sich unabhängig von Alter und Geschlecht beispielsweise eine zunehmende emotionale Wachheit und Offenheit. Vermutet wird ein Zusammenhang zwischen CBD und dem körpereigenen endocanninoiden System. Eine Doppel-Blind-Studie mit Epilepsie-Patienten zeichnet ebenfalls ein positives Ergebnis. Rund 50 Prozent der Probanden, die CBD bekamen, berichteten von einer deutlich abgeschwächten Symptomatik. Einige bekamen sogar gar keine Anfälle mehr. CBD hat also durchaus das Potential, sich als ergänzendes Mittel in der Epilepsie-Therapie zu etablieren.

Wo liegt der Unterschied zwischen günstigen und hochwertigen CBD Produkten?

Dass hierzulande ausschließlich CBD-Produkte mit einem THC-Gehalt von unter 0,2 Prozent legal sind, haben wir bereits zur genüge ausgeführt. Aber worauf gilt es beim Kauf noch zu achten? Am wichtigsten ist die Qualität. Diese unterscheidet sich zwischen billigen Herstellern und hochwertigen Produkten teils sehr deutlich. Wichtig ist vor allem die Konzentration. Üblicherweise bekommst Du CBD-Produkte in einer Konzentration von 3, 5, 10, 15 oder 25 Prozent. Das bedeutet, dass Du den Preis immer auf die Konzentration herunterrechnen musst. Ein weiterer Stolperstein ist die Bezeichnung „CBDa“. Dabei handelt es sich nicht um reines Cannabidiol, sondern um eine deutlich weniger potente Säure. Viele günstige Anbieter werben mit einer hohen Konzentration, wobei es sich aber um CBDa und nicht um das potentere CBD handelt. Wie überall gilt also auch beim CBD-Kauf die Regel: Immer das Kleingedruckte lesen.

Dosierung und Einnahme von CBD Öl

Die Frage nach der Dosierung ist wie bei jedem Nahrungsergänzungsmittel auch bei CBD elementar. Nur so kann die spezifische Wirkung erzielt werden. Problematisch ist bei CBD allerdings, dass sich die Dosierungsempfehlung anders als etwa bei einem standardisierten Eiweißpulver von Produkt zu Produkt unterscheidet. Das liegt unter anderem daran, dass das Cannabidiol über unterschiedliche Wege in Deinen Körper gelangt. Sei es oral, über die Lunge oder über die Haut. Dadurch entstehen vor allem bei der oberflächlichen Anwendung gewisse Verluste. Am einfachsten zu dosieren und einzunehmen sind CBD-Öl und CBD-Kapseln. Halte Dich unabhängig von dem Produkt, das Du verwendest, an die Dosierungs- und Einnahmeempfehlungen des Herstellers. Dennoch möchten wir Dir noch einige wichtige Tipps für die Dosierung an die Hand geben:

  1. Beginne mit einer geringen Dosis und beobachte, wie Dein Körper darauf reagiert. Bei Hautcremes solltest Du diese zunächst an einer kleinen und unauffälligen Stelle ausprobieren, um zu sehen, wie Deine Haut reagiert.
  2. Bleibe mehrere Tage bei der geringen Dosis. Damit ermöglichst Du es Deinem Körper, sich daran zu gewöhnen.
  3. Erhöhe die Dosierung nur langsam und in gleichmäßigen Schritten, die wiederum mit einer Beobachtungsphase verbunden sind.
  4. Sobald Du die gewünschte Wirkung erreicht hast, hörst Du mit der Erhöhung der Dosierung auf. Auch wenn Du unerwünschte Nebenwirkungen wie starke Schläfrigkeit spürst, solltest Du die Dosis nicht weiter anheben.
  5. Wenn Du Cannabidiol nicht als Lifestyle-Produkt oder als alternative Kopfschmerztherapie (wie z.B. Pfefferminzöl) verwenden möchtest, solltest Du dies mit Deinem Arzt absprechen. Das gilt insbesondere für die Behandlung bestehender Beschwerden oder schwerer Erkrankungen.

 

Nebenwirkungen von CBD

Da wir das Thema Nebenwirkungen bereits in einem Halbsatz angeschnitten haben, möchten wir uns diesen zum Schluss noch einmal genauer widmen. Wie jeder Stoff, den Du zu Dir nimmst, kann auch CBD Nebenwirkungen haben. Was CBD Öl besonders macht, ist allerdings die Tatsache, dass erwünschte Wirkung und unerwünschte Nebenwirkung oftmals im Auge des Betrachters liegen. Wer etwa erwartet, dass seine Kopfschmerzen verschwinden, für den ist die zumindest bei hoher Dosierung schläfrig machende Wirkung eine unerwünschte Nebenwirkung. Für jemanden, der unter Einschlafproblemen leidet, ist es hingegen eine erwünschte Wirkung. Stell Dir daher die Frage, warum Du CBD-Produkte verwenden möchtest und dosiere sie entsprechend. Abgesehen davon kann CBD einige Nebenwirkungen wie ein trockenes Mundgefühl („Baumwollmund“), Durst oder einem Blutdruckabfall mit begleitendem Schwindel verursachen.

Wichtig: Durch das Andocken an diverse Rezeptoren kann die Aufnahme von bestimmten Medikamenten beeinflusst werden. Studien nennen unter anderem Gerinnungshemmer wie Warfarin, Säurehemmern wie Pantoprazol, Neuroleptika wie Clobazam oder Schmerzmitteln wie Diclofenac. Sofern Du regelmäßig Medikamente einnimmst, solltest Du ebenfalls mit Deinem Arzt über Wechselwirkungen mit gewissen Medikamenten sprechen.

Achtung: Mediziner raten in der Schwangerschaft von der Einnahme von Cannabidiol ab. Das liegt daran, dass CBD laut medizinischen Zellexperimenten einen Einfluss auf das „Breast-Cancer-Resistance-Protein“ und das „P-Glykoprotein“ hat. Während der Schwangerschaft sind diese Proteine unter anderem für den Schutz der Plazenta zuständig.