yoga asanas
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Welcher Yoga Stil ist der richtige für mich?

Bei der Vielzahl unterschiedlicher Yoga Stile stellst Du Dir zu Recht die Frage danach, welcher Stil der richtige für Dich ist. Grundsätzlich geht beim Yoga probieren über studieren. Es dauert meist einige Yoga-Sessions, bis Du weißt, ob Dir ein bestimmter Stil liegt. Neben Deinem intuitiven Geschmack kann Dir auch Dein Temperament bei der Entscheidung helfen. Wenn Du mit Hatha Yoga einsteigst, machst Du aber sicherlich nichts verkehrt. Aus den Wurzeln der ursprünglichen Yoga-Lehren, die aus den jahrtausendealten vendischen Schriften hervorgingen, haben sich bis heute weit mehr als 100 unterschiedliche Yoga Stile entwickelt. Wir möchten uns an dieser Stelle aber auf die zehn Yoga-Stile beschränken, die in der westlichen Welt des 21. Jahrhunderts am verbreitetsten sind. Jede Yoga-Art hat dabei ihre Eigenarten und kombiniert Asanas und Pranayamas zusammen mit Meditationsübungen zu einem einzigartigen Programm für Körper und Geist.

Anusara Yoga

Beim Anusara Yoga, was übersetzt so viel wie „mit Anmut fließen“ bedeutet, geht es um eine Kombination aus präzisen Ausrichtungsprinzipien und einem sanften Flow. Ziel ist die Kräftigung des Körpers mit Hilfe präziser Ausrichtungstechniken anhand individueller Bioenergetik und Biomechanik. Damit ist Anusara Yoga der ein idealer Stil für Büromenschen, die an Bewegungsmangel, Verspannungen und Haltungsmängeln von der Schreibtischarbeit leiden.

Ashtanga Yoga – POWER YOGA

Die oft auch als Power Yoga bezeichnete Variante ist deutlich körperlicher als etwa das klassische Hatha Yoga. Ashtanga Yoga zeichnet sich durch die choreografische Aneinanderreihung von Bewegungselementen aus, die nacheinander verschiedene Körperteile und Muskelgruppen aktiviert und dehnt. In Kombination mit der richtigen Atemtechnik kommst Du beim Ashtanga Yoga so richtig ins Schwitzen.

Hatha Yoga

Diese relativ sanfte und entspannte Yoga-Form wird im Westen bereits seit über 50 Jahren praktiziert. Hatha Yoga gilt dabei als Urvater des modernen Yogas, zumal auch die meisten der folgenden „Schulen“ aus dem Hatha Yoga hervorgegangen sind. Typisch ist hier die ausgewogene Kombination von Meditation, Atemübungen sowie eher relaxten Asanas, die vergleichsweise lange gehalten werden. Damit eignet sich Hatha Yoga ideal für den Einstieg sowie für Menschen, die körperlich weniger fit sind.

Kundalini Yoga

Kundalini Yoga kam Ende der 60er-Jahre in den USA auf und kombiniert dynamische körperliche Asanas mit einer starken spirituellen Komponente. Spiritualität wird hier vor allem durch die sogenannte Mantra-Meditation erzeugt. Das bedeutet nichts anderes, als dass die Teilnehmer eines Kundalini Yoga-Kurses mehrmals pro Übungsstunde gemeinsam mit dem Guru Mantren singen.

Iyengar Yoga

Das Iyengar Yoga ist eine sehr spezifische Yoga Variante, bei der es darum geht Fehlhaltungen gezielt zu beseitigen, und so die Energie wieder frei zum Fließen zu bringen. Hilfsmittel wie Decken, Gurte, Stühle und Klötze helfen Dir im Zuge der Ausführung dabei Verspannungen zu lösen und Fehlhaltungen abzutrainieren. Da die Asanas des Iyengar Yogas sehr komplex sind und ein hohes Maß an Präzision erfordern, ist dieser Stil eher für Fortgeschrittene geeignet.

Bikram Yoga

Die auch als „Hot Yoga“ bekannte Variante unterscheidet sich in einem Aspekt von allen anderen Yoga-Arten. Bikram Yoga findet nämlich bei einer Raumtemperatur von 35-40 Grad Celsius und bei gut 40 Prozent Luftfeuchtigkeit statt. Das hat den Vorteil, dass der Körper durch das Schwitzen entgiftet wird und sich Muskeln und Sehnen geschmeidig bewegen können.

Sivanandra Yoga

Beim Sivanandra Yoga stehen Meditation und Spiritualität im Vordergrund. Typischerweise kommen hier die zwölf Asanas der Rishikesh-Reihe zur Anwendung, die mehrmals hintereinander in der gleichen Reihenfolge ausgeführt werden. Ergänzt werden diese besonders anspruchsvollen Übungen durch Mantren und Gebete sowie durch die Konzentration auf die bewusste Atmung.

Jivamukti Yoga

Während andere Formen des Yogas ohne zusätzlich stimulierende Einflüsse auskommen, werden die dynamischen Übungsfolgen beim Jivamukti Yoga meist von Musik begleitet. Es handelt sich um eine sehr kraftvolle und schweißtreibende Form des Yoga, die allerdings auch mit starken spirituellen Elementen daherkommt. Häufig zitiert der Guru während der Sessions altindische Schriften und korrigiert aktiv die Körperhaltung der Kursteilnehmer.

Luna Yoga

Luna Yoga ist ganz speziell für Frauen und den weiblichen Körper konzipiert worden. So kommen beispielsweise Asanas zur Anwendung, die die Beckenbodenmuskulatur stärken und den Hormonspiegel sowie den Menstruationszyklus beeinflussen sollen. Die Aktivierung spezieller Reflexzonen und die abschließende Meditation nehmen zudem Einfluss auf die Sexualorgane.

Aerial Yoga

Der Name kommt nicht von ungefähr, denn die Übungen werden in von der Decke hängenden Trapeztüchern ausgeführt. Dabei kombiniert das Aerial Yoga Elemente aus Pilates, Gymnastik und Ballett zu einer Art Luftakrobatik, die die Tiefenmuskulatur trainiert, den Stoffwechsel anregt und zudem die Gelenke entlastet.