Wärmesalbe Roll-On
- Wärmende Pflege für Nacken, Schultern & Rücken
- Praktischer Roll-On
- Made in Germany
Eine ISG-Blockade verursacht meist tief sitzende Schmerzen im unteren Rücken oder Gesäß. Hinter dem umgangssprachlichen Begriff können unterschiedliche Funktionsstörungen und Reizungen rund um das Iliosakralgelenk stecken. Häufig bessern sich die Beschwerden durch Bewegung, Physiotherapie und gezielte Übungen. Erfahre, wie Du ISG-Schmerzen erkennst, wann eine ärztliche Untersuchung wichtig ist und was Du selbst tun kannst.
Das Iliosakralgelenk, kurz ISG, verbindet das Kreuzbein mit den beiden Darmbeinen des Beckens. Deshalb besitzt jeder Mensch ein linkes und ein rechtes Iliosakralgelenk. Das ISG überträgt Kräfte zwischen Wirbelsäule, Becken und Beinen.
Die Gelenke werden von kräftigen Bändern und Muskeln stabilisiert. Im Vergleich zu Hüfte oder Knie ermöglichen sie nur kleine Bewegungen. Diese geringe Beweglichkeit ist wichtig, damit das Becken Belastungen aufnehmen und weiterleiten kann.
Bei Schmerzen in diesem Bereich wird häufig von einer ISG-Blockade oder einem Iliosakralgelenk-Syndrom gesprochen. Die Vorstellung, dass sich die Gelenkflächen tatsächlich verhaken oder verschieben, ist wissenschaftlich jedoch nicht belegt.
Der Begriff ISG-Blockade beschreibt daher eher ein Beschwerdebild als einen eindeutig sichtbaren mechanischen Zustand. Beteiligt sein können das Gelenk selbst, der Bandapparat, umliegende Muskeln oder andere schmerzempfindliche Strukturen des Beckens.
Ein mechanisch bedingtes ISG-Syndrom muss von einer Sakroiliitis unterschieden werden. Bei einer Sakroiliitis handelt es sich um eine Entzündung des Iliosakralgelenks, die beispielsweise im Rahmen einer axialen Spondyloarthritis beziehungsweise Morbus Bechterew auftreten kann.
Hinweise auf eine entzündliche Ursache sind:
Typisch sind tief sitzende Schmerzen am Übergang zwischen unterem Rücken und Gesäß. Häufig können Betroffene mit einem Finger ziemlich genau auf den schmerzenden Bereich unmittelbar neben dem Kreuzbein zeigen.
Mögliche Symptome einer ISG-Blockade sind:
Die Schmerzen können plötzlich nach einer ungünstigen Bewegung beginnen oder sich schrittweise entwickeln. Teilweise nehmen sie beim Vorbeugen, Aufrichten, Drehen oder beim Anheben eines Beins zu.
Eine ISG-Blockade verursacht normalerweise keine ausgeprägten neurologischen Ausfälle. Ziehen die Schmerzen bis in den Unterschenkel oder Fuß oder treten Kribbeln, Taubheitsgefühle und Muskelschwäche auf, müssen auch eine Reizung von Nerven beziehungsweise ein Bandscheibenproblem berücksichtigt werden.
Neu aufgetretene Schmerzen im unteren Rücken sind häufig harmlos. Eine Untersuchung ist jedoch sinnvoll, wenn die Beschwerden stark sind, wiederholt auftreten oder über mehrere Wochen nicht nachlassen.
Lass die Schmerzen insbesondere abklären, wenn:
ISG-Beschwerden können durch unterschiedliche Belastungen und Erkrankungen entstehen. Nicht immer lässt sich ein einzelner Auslöser feststellen.
Mögliche Ursachen und Risikofaktoren sind:
Auch längere Phasen mit wenig Bewegung können zur Entwicklung von Beschwerden beitragen. Dabei ist nicht eine einzelne Sitzposition entscheidend, sondern die dauerhaft geringe Abwechslung zwischen Sitzen, Stehen und Bewegung.
Das Iliosakralgelenk überträgt einen großen Teil der Kräfte zwischen Oberkörper und Beinen. Ungewohnte Belastungen können das Zusammenspiel von Gelenk, Bändern und Muskeln vorübergehend stören.
Typische Situationen sind schweres Heben mit gedrehtem Oberkörper, ein überraschender Fehltritt oder eine neue sportliche Belastung. Auch wiederholte asymmetrische Bewegungen können Beschwerden begünstigen.
Eine vermeintlich „falsche Haltung“ ist jedoch selten die alleinige Ursache. Der Körper kann unterschiedliche Haltungen normalerweise gut ausgleichen. Problematisch wird es vor allem, wenn eine hohe oder einseitige Belastung die aktuelle Belastbarkeit übersteigt.
Während einer Schwangerschaft verändern sich Körpergewicht, Haltung und Belastungsverteilung. Hormonelle Einflüsse lockern zudem die Bänder des Beckens, um den Körper auf die Geburt vorzubereiten.
Dadurch können Schmerzen im Bereich des Iliosakralgelenks und der Schambeinfuge entstehen. Die Beschwerden treten teilweise beim Gehen, Treppensteigen, Umdrehen im Bett oder beim Stehen auf einem Bein auf.
Angepasste Übungen, Physiotherapie und in manchen Fällen ein Beckengurt können die Beschwerden lindern. Übungen und Hilfsmittel sollten während der Schwangerschaft mit einer Ärztin, einem Arzt oder einer physiotherapeutischen Fachkraft abgestimmt werden.
Die Diagnose beginnt mit einem ausführlichen Gespräch über den Schmerzverlauf. Wichtig sind die genaue Position, mögliche Auslöser, die Ausstrahlung und zusätzliche Beschwerden wie Kribbeln oder Kraftverluste.
Bei der körperlichen Untersuchung werden Rücken, Becken, Hüften und Beine betrachtet. Zusätzlich überprüft die Ärztin oder der Arzt Beweglichkeit, Muskelkraft, Gefühl und Reflexe, um andere Ursachen auszuschließen.
Verschiedene Provokationstests können Hinweise darauf geben, ob die Beschwerden aus dem Bereich des Iliosakralgelenks stammen. Dabei wird das Gelenk in unterschiedliche Richtungen belastet. Aussagekräftiger ist die Kombination mehrerer Tests als ein einzelnes positives Ergebnis.
Häufig eingesetzte Untersuchungen sind:
Eine funktionelle ISG-Blockade lässt sich weder im Röntgenbild noch im MRT direkt nachweisen. Bildgebende Untersuchungen können jedoch notwendig sein, um andere Erkrankungen auszuschließen.
Ein MRT kann beispielsweise bei Verdacht auf eine entzündliche Sakroiliitis, einen Bandscheibenvorfall, einen Knochenbruch oder eine andere strukturelle Ursache sinnvoll sein. Laboruntersuchungen kommen insbesondere bei Hinweisen auf eine Entzündung oder Infektion infrage.
Bei hartnäckigen Beschwerden kann eine gezielte Injektion mit einem örtlichen Betäubungsmittel in das Iliosakralgelenk diagnostische Hinweise liefern. Solche Eingriffe sollten bildgesteuert und nur nach fachärztlicher Beurteilung erfolgen.
Bleibe trotz der Beschwerden möglichst in Bewegung. Kurze Spaziergänge und leichte Alltagsaktivitäten sind häufig hilfreicher als eine längere Bettruhe.
Vermeide vorübergehend Bewegungen, die den Schmerz deutlich verstärken. Dazu können schweres Heben, ruckartige Drehbewegungen oder einseitige Belastungen gehören. Eine dauerhafte Schonhaltung ist hingegen nicht empfehlenswert.
Folgende Maßnahmen können bei akuten Beschwerden sinnvoll sein:
Versuche nicht, das Iliosakralgelenk mit ruckartigen Bewegungen selbst „einzurenken“. Häufiges kräftiges Drehen oder Knacken behandelt die Ursache nicht und kann die Beschwerden verstärken.
Die Behandlung richtet sich nach der vermuteten Ursache und der Dauer der Beschwerden. Bei funktionellen ISG-Schmerzen stehen aktive Bewegung, Physiotherapie und eine schrittweise Steigerung der Belastbarkeit im Mittelpunkt.
Liegt eine andere Erkrankung zugrunde, muss diese gezielt behandelt werden. Das gilt insbesondere für entzündliche Gelenkerkrankungen, Knochenbrüche, Infektionen oder neurologische Ursachen.
In der Physiotherapie werden Beweglichkeit, Kraft und Koordination von Becken, Hüfte und Rumpf untersucht. Daraus entsteht ein individuell angepasstes Übungsprogramm.
Mögliche Bestandteile sind:
Manuelle Techniken können kurzfristig dazu beitragen, Schmerzen zu lindern und Bewegungen zu erleichtern. Sie sollten möglichst mit einem aktiven Übungsprogramm verbunden werden. Das bei einer Behandlung hörbare Knacken bedeutet nicht, dass ein verschobenes Gelenk wieder dauerhaft an seinen Platz gesetzt wurde. Entscheidend ist, dass Du Beweglichkeit, Kraft und Vertrauen in die Belastbarkeit Deines Rückens zurückgewinnst.
Welche Übungen geeignet sind, hängt von der Ursache und den individuellen Beschwerden ab. Führe die Bewegungen langsam und nur in einem angenehmen Bereich aus.
Wiederhole das Beckenkippen zehn- bis 15-mal. Die Übung soll den Becken- und Lendenbereich sanft mobilisieren.
Führe insgesamt zehn bis 15 kontrollierte Wiederholungen aus. Bewege die Knie nur so weit, wie es ohne stärkere Schmerzen möglich ist.
Bei Schmerzen im Knie oder in der Hüfte solltest Du die Übung verändern oder auslassen.
Beginne mit acht bis zwölf Wiederholungen. Achte darauf, nicht ruckartig ins Hohlkreuz zu gehen.
Wärme wird bei ISG-Beschwerden häufig als angenehm empfunden, besonders wenn die Muskulatur im unteren Rücken und Gesäß verspannt ist. Geeignet sind beispielsweise eine warme Dusche, ein Wärmekissen oder eine Wärmflasche.
Der Wärmesalbe Roll-On von sapura health lässt sich gezielt auf den unteren Rücken und die umliegenden Muskelbereiche auftragen. Er schenkt der Haut ein wohltuendes Wärmegefühl und kann die Pflegeroutine bei beanspruchten Körperpartien ergänzen.

Der kosmetische Roll-On löst keine ISG-Blockade und behandelt keine entzündliche oder strukturelle Ursache. Trage ihn nur auf intakte Haut auf und kombiniere ihn nicht mit Heizkissen, Wärmflaschen oder dicht abschließenden Verbänden.
Manche Menschen bevorzugen nach einer ungewohnten Belastung ein kühlendes Hautgefühl. Der Kühlgel Roll-On von sapura health kann gezielt aufgetragen werden und vermittelt durch Menthol eine angenehme Frische.

Bei starken oder länger anhaltenden Schmerzen können gezielte Injektionen in das Iliosakralgelenk erwogen werden. Dabei werden meist ein örtliches Betäubungsmittel und gegebenenfalls ein Kortisonpräparat verwendet.
Die Injektion kann sowohl diagnostischen als auch therapeutischen Zwecken dienen. Wegen der tiefen Lage des Gelenks sollte sie unter bildgebender Kontrolle durchgeführt werden. Die Wirkung ist nicht bei allen Betroffenen gleich und häufig zeitlich begrenzt.
Bei sorgfältig ausgewählten Menschen mit chronischen und eindeutig bestätigten ISG-Schmerzen können weitere Verfahren wie eine Verödung schmerzleitender Nervenfasern infrage kommen. Solche Eingriffe gehören nicht zur üblichen Erstbehandlung.
Eine operative Versteifung des Iliosakralgelenks wird nur selten vorgenommen. Sie kommt allenfalls bei lang anhaltenden, eindeutig dem ISG zugeordneten Beschwerden infrage, wenn konservative und interventionelle Behandlungen keinen ausreichenden Erfolg gebracht haben.
Wie lange die Beschwerden anhalten, lässt sich nicht pauschal vorhersagen. Akute belastungsbedingte Schmerzen können innerhalb einiger Tage oder Wochen deutlich nachlassen.
Die Genesung kann länger dauern, wenn die Beschwerden bereits über einen längeren Zeitraum bestehen, wiederholt auftreten oder eine zugrunde liegende Erkrankung vorliegt. Auch Schlafprobleme, Stress, Bewegungsangst und eine anhaltende Schonhaltung können den Verlauf beeinflussen.
Bestehen die Schmerzen länger als sechs Wochen oder kehren sie regelmäßig zurück, sollte die Diagnose überprüft werden. Schmerzen, die länger als zwölf Wochen anhalten, werden allgemein als chronisch bezeichnet.
Nicht jede Episode mit ISG-Schmerzen lässt sich verhindern. Regelmäßige Bewegung und eine belastbare Rumpf-, Hüft- und Gesäßmuskulatur können jedoch dazu beitragen, Belastungen besser zu bewältigen.
Hilfreich sind:
Eine dauerhaft perfekte Haltung ist nicht notwendig. Wichtiger ist es, unterschiedliche Positionen einzunehmen und den Körper regelmäßig vielseitig zu bewegen. Als gelenkschonende Sportarten eignen sich häufig Schwimmen, Radfahren, Walking und kontrolliertes Krafttraining. Entscheidend ist, dass die jeweilige Aktivität zu Deiner aktuellen Belastbarkeit passt und die Beschwerden nicht dauerhaft verstärkt.
Der Begriff ISG-Blockade beschreibt Schmerzen und Funktionsstörungen im Bereich des Iliosakralgelenks. Eine tatsächliche Verhakung oder Verschiebung des Gelenks lässt sich wissenschaftlich nicht sicher nachweisen.
Bei funktionellen Beschwerden stehen Bewegung, Physiotherapie und Übungen zur Mobilisation und Stabilisation im Mittelpunkt. Manuelle Techniken, Medikamente sowie Wärme oder Kälte können die Behandlung ergänzen, ersetzen aber keinen aktiven Belastungsaufbau.
Strahlen die Schmerzen bis in den Fuß aus oder treten Taubheitsgefühle, Muskelschwäche, Fieber beziehungsweise Blasen- und Darmstörungen auf, ist eine medizinische Untersuchung notwendig. Auch anhaltende Ruhe- und Nachtschmerzen sollten abgeklärt werden, um eine entzündliche oder andere behandlungsbedürftige Ursache auszuschließen.
Eine ISG-Blockade lässt sich nicht wie ein ausgerenktes Gelenk dauerhaft „einrenken“. Hilfreich sind meist angepasste Bewegung, sanfte Mobilisationsübungen und ein gezielter Aufbau der Rumpf- und Gesäßmuskulatur. Manuelle Therapie kann ergänzend eingesetzt werden.
Akute funktionelle Beschwerden können innerhalb weniger Tage oder Wochen abklingen. Die Dauer hängt von der Ursache, der bisherigen Beschwerdedauer und der individuellen Belastbarkeit ab. Bleiben die Schmerzen länger als einige Wochen bestehen, sollte die Diagnose überprüft werden.
Häufig eignen sich Spaziergänge, Walking, Schwimmen, moderates Radfahren und kontrolliertes Krafttraining. Entscheidend ist nicht eine bestimmte Sportart, sondern eine Belastung, die gut vertragen und langsam gesteigert wird. Bei zunehmenden Schmerzen sollte das Training angepasst werden.
Mögliche Auslöser sind ungewohnte Hebe- und Drehbewegungen, ein Fehltritt, ein Sturz, einseitige Belastungen oder eine schnelle Trainingssteigerung. Auch Schwangerschaften, Operationen, Verschleiß und entzündliche Erkrankungen können Schmerzen im Iliosakralgelenk verursachen.