Kühlgel Roll-On
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Eine Bakerzyste ist eine mit Gelenkflüssigkeit gefüllte Ausstülpung in der Kniekehle. Kleine Zysten bleiben häufig unbemerkt, während größere Bakerzysten ein Spannungsgefühl, Schmerzen oder Bewegungseinschränkungen verursachen können. Bei Erwachsenen steckt meist eine Verletzung oder Erkrankung des Kniegelenks dahinter. Erfahre, woran Du eine Bakerzyste erkennen kannst, wie sie diagnostiziert wird und welche Behandlungsmöglichkeiten infrage kommen.
Die Bakerzyste, auch Poplitealzyste oder Baker-Zyste genannt, ist eine mit Gelenkflüssigkeit gefüllte Ausstülpung im Bereich der Kniekehle. Sie entsteht meist an einer Stelle, an der die Gelenkhöhle mit einem Schleimbeutel an der Rückseite des Knies verbunden ist.
Reizungen oder Schäden im Kniegelenk können dazu führen, dass sich vermehrt Gelenkflüssigkeit bildet. Die überschüssige Flüssigkeit wird in Richtung Kniekehle gedrückt und dehnt dort den Schleimbeutel aus. Auf diese Weise entsteht die typische Schwellung.
Eine Bakerzyste kann grundsätzlich in jedem Alter auftreten. Bei Erwachsenen hängt sie meistens mit einer Verletzung oder Erkrankung des Kniegelenks zusammen. Bei Kindern sind Bakerzysten seltener und können sich auch ohne eine erkennbare Schädigung des Knies bilden. Häufig verschwinden sie in diesem Alter von selbst.
Kleine Bakerzysten verursachen häufig keine Beschwerden und werden manchmal nur zufällig bei einer Untersuchung des Knies entdeckt. Wird die Zyste größer, kann sie als Beule in der Kniekehle sichtbar oder tastbar werden. Bei gestrecktem Bein tritt die Schwellung meist deutlicher hervor als bei gebeugtem Knie.
Typische Beschwerden einer Bakerzyste sind:
Nach stärkeren Belastungen kann die Schwellung zunehmen. Die Beschwerden müssen jedoch nicht allein von der Bakerzyste ausgehen. Häufig verursacht auch die zugrunde liegende Knieerkrankung Schmerzen und Bewegungseinschränkungen.
In seltenen Fällen kann eine Bakerzyste platzen. Die enthaltene Gelenkflüssigkeit tritt dann in das umliegende Gewebe aus und kann sich bis in die Wade verteilen. Typisch sind plötzlich auftretende Schmerzen, eine Schwellung der Wade und gelegentlich blaue Flecken.
Diese Beschwerden ähneln denen einer tiefen Beinvenenthrombose. Eine plötzlich schmerzende, gerötete oder stark geschwollene Wade sollte deshalb zeitnah ärztlich untersucht werden. Durch eine Ultraschalluntersuchung lässt sich feststellen, welche Ursache hinter den Beschwerden steckt.
Treten zusätzlich Taubheitsgefühle, Muskelschwäche, starke zunehmende Schmerzen oder ein blasser beziehungsweise kalter Fuß auf, ist eine umgehende medizinische Abklärung notwendig. Bei Atemnot oder Schmerzen im Brustkorb sollte sofort der Rettungsdienst unter 112 verständigt werden.
Bei Erwachsenen ist eine Bakerzyste meistens die Folge einer Erkrankung oder Verletzung innerhalb des Kniegelenks. Wird das Gelenk gereizt oder entzündet, kann sich vermehrt Gelenkflüssigkeit bilden. Diese sammelt sich im Schleimbeutel an der Rückseite des Knies und lässt ihn anschwellen.
Mögliche Ursachen und begünstigende Faktoren sind:
Langes Sitzen oder vermeintlich „verklebte Faszien“ gelten dagegen nicht als nachgewiesene direkte Ursachen einer Bakerzyste. Auch eine kurzfristige sportliche Belastung erzeugt nicht automatisch eine Zyste, kann bestehende Beschwerden aber verstärken.
Zu Beginn fragt die Ärztin oder der Arzt nach den Beschwerden, früheren Verletzungen und bekannten Erkrankungen des Kniegelenks. Anschließend wird das Knie auf Schwellungen, Rötungen, Druckempfindlichkeit und Bewegungseinschränkungen untersucht.
Beim Abtasten ist eine Bakerzyste häufig deutlicher zu spüren, wenn das Bein gestreckt ist. Beim Beugen des Knies wird die Schwellung meist weicher oder lässt sich vorübergehend nicht mehr ertasten.
Mithilfe einer Ultraschalluntersuchung kann festgestellt werden, ob sich Flüssigkeit in der Kniekehle befindet. Ein MRT kann sinnvoll sein, wenn die Ursache unklar ist oder Meniskus-, Knorpel- oder Bandschäden vermutet werden. Bei einer schmerzhaft geschwollenen Wade dient der Ultraschall außerdem dazu, eine tiefe Beinvenenthrombose auszuschließen.
Verursacht eine Bakerzyste keine Beschwerden, muss sie häufig nicht behandelt werden. Kleine Zysten können sich von selbst zurückbilden. Regelmäßige Kontrollen können dennoch sinnvoll sein, wenn bereits eine Erkrankung des Kniegelenks bekannt ist.
Bei Beschwerden wird meist zunächst konservativ behandelt. Ziel ist es, das Knie zu entlasten, die Beweglichkeit zu erhalten und die zugrunde liegende Erkrankung zu behandeln. Welche Maßnahmen geeignet sind, richtet sich daher nicht nur nach der Größe der Zyste, sondern vor allem nach ihrer Ursache.
Entzündungshemmende Schmerzmittel aus der Gruppe der nicht steroidalen Antirheumatika, beispielsweise Ibuprofen oder Diclofenac, können je nach Ursache vorübergehend infrage kommen. Sie können Beschwerden reduzieren, beseitigen die Bakerzyste selbst jedoch nicht.
Da diese Medikamente Nebenwirkungen und Wechselwirkungen verursachen können, sollten sie nur entsprechend der Packungsbeilage und nach ärztlicher oder pharmazeutischer Beratung angewendet werden. Das gilt insbesondere bei Magen-, Nieren- oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie bei der Einnahme weiterer Medikamente.
Bei ausgeprägten Entzündungen kann die Ärztin oder der Arzt in bestimmten Fällen ein kortisonhaltiges Präparat in das Kniegelenk oder die Zyste spritzen. Ob diese Behandlung geeignet ist, hängt vom individuellen Befund und der zugrunde liegenden Erkrankung ab.
Bei Schmerzen kann es angenehm sein, anstrengende Tätigkeiten vorübergehend zu reduzieren und das Bein nach Belastungen hochzulagern. Vollständige Bettruhe ist in der Regel nicht notwendig. Entscheidend ist eine angepasste Belastung, die keine deutliche Zunahme der Beschwerden verursacht.
Langes Stehen, tiefe Kniebeugen und starkes Beugen des Knies können bei einer größeren Bakerzyste unangenehm sein. Sobald die akuten Beschwerden nachlassen, sollte das Knie im Rahmen der ärztlichen oder physiotherapeutischen Empfehlungen wieder regelmäßig bewegt werden.
Bei einer gereizten und geschwollenen Kniekehle wird Kälte häufig als angenehm empfunden. Dafür kann ein Kühlkissen für etwa 10 bis 20 Minuten aufgelegt werden. Zwischen Haut und Kühlmittel sollte immer ein dünnes Tuch liegen, um Hautschäden durch zu starke Kälte zu vermeiden.
Ob Wärme oder Kälte geeigneter ist, hängt auch von der zugrunde liegenden Knieerkrankung ab. Bei einer akuten Schwellung wird meist eher gekühlt. Bei chronischen Beschwerden ohne deutliche Entzündung kann Wärme von manchen Betroffenen als wohltuend empfunden werden.
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Bewegung kann grundsätzlich sinnvoll sein, wenn sie an die Beschwerden und die Ursache der Bakerzyste angepasst wird. Physiotherapeutische Übungen sollen vor allem die Beweglichkeit des Knies erhalten, die Beinmuskulatur kräftigen und das Gelenk stabilisieren. Sie lassen die Flüssigkeit in der Zyste jedoch nicht gezielt abfließen.
Geeignet sein können beispielsweise:
Übungen sollten keine stärkeren Schmerzen oder eine zunehmende Schwellung hervorrufen. Auf starken Druck in der Kniekehle, aggressive Dehnungen und tiefe Kniebeugen sollte insbesondere bei einer größeren oder noch nicht untersuchten Bakerzyste verzichtet werden.
Bei einer Punktion wird die Flüssigkeit mit einer Nadel aus der Bakerzyste oder dem Kniegelenk abgesaugt. Dadurch können Druck und Beschwerden vorübergehend abnehmen. Manchmal wird zusätzlich ein entzündungshemmendes Medikament gespritzt.
Eine Punktion beseitigt die zugrunde liegende Ursache jedoch nicht. Deshalb kann sich die Zyste erneut mit Flüssigkeit füllen. Ob eine Punktion sinnvoll ist, muss anhand des individuellen Befunds entschieden werden.
Eine Operation kommt meist erst infrage, wenn starke Beschwerden bestehen und konservative Maßnahmen nicht ausreichen. Häufig wird dabei nicht nur die Zyste behandelt. Im Mittelpunkt steht vielmehr die zugrunde liegende Veränderung im Knie, beispielsweise ein behandelbarer Meniskusschaden.
Die alleinige Entfernung der Bakerzyste wird nur selten empfohlen, da sie erneut auftreten kann, wenn die Ursache im Kniegelenk bestehen bleibt. Nutzen und Risiken einer Operation sollten daher sorgfältig mit einer orthopädischen Fachärztin oder einem orthopädischen Facharzt besprochen werden.
Eine Bakerzyste ist eine mit Gelenkflüssigkeit gefüllte Ausstülpung in der Kniekehle. Kleine Zysten verursachen oft keine Beschwerden und können sich von selbst zurückbilden. Größere Bakerzysten können dagegen ein Spannungsgefühl, Schmerzen, Schwellungen und Bewegungseinschränkungen hervorrufen.
Bei leichten Beschwerden können angepasste Bewegung, Ruhepausen, Hochlagern und Kälte- oder Wärmeanwendungen unterstützen. Eine Salbe, Kühlung oder Dehnübung kann die Zyste jedoch nicht ursächlich beseitigen. Entscheidend ist die Behandlung der Erkrankung oder Verletzung, die zur verstärkten Bildung von Gelenkflüssigkeit führt.
Eine plötzlich auftretende schmerzhafte Wadenschwellung sollte zeitnah ärztlich untersucht werden. So lässt sich klären, ob die Bakerzyste geplatzt ist oder eine andere behandlungsbedürftige Ursache wie eine Thrombose vorliegt.
Kleine Bakerzysten können sich ohne Behandlung zurückbilden. Bleibt die Zyste bestehen oder verursacht sie Beschwerden, muss vor allem die zugrunde liegende Erkrankung des Kniegelenks behandelt werden. Eine Punktion oder Operation kommt nur bei bestimmten Befunden infrage.
Angepasste Bewegung kann dabei helfen, das Knie beweglich zu halten und die Muskulatur zu stärken. Die Belastung sollte jedoch keine deutliche Zunahme der Schmerzen oder Schwellung auslösen. Geeignete Übungen lassen sich am besten ärztlich oder physiotherapeutisch festlegen.
Bei Erwachsenen entsteht eine Bakerzyste meistens infolge einer Knieerkrankung oder Verletzung. Arthrose, rheumatoide Arthritis, Meniskusschäden und Bandverletzungen können dazu führen, dass sich vermehrt Gelenkflüssigkeit bildet. Diese sammelt sich anschließend in der Kniekehle.
Eine Salbe kann die Bakerzyste nicht auflösen oder ihre Ursache beseitigen. Abhängig von den Beschwerden können ärztlich empfohlene schmerzlindernde Gele oder eine kühlende kosmetische Pflege ergänzend infrage kommen. Bei anhaltenden Schmerzen und Schwellungen sollte das Knie untersucht werden.