Kühlgel Roll-On
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Eine Frozen Shoulder entwickelt sich meist schleichend: Zunächst schmerzt die Schulter, später lässt sie sich zunehmend schlechter bewegen. Selbst alltägliche Handgriffe wie Anziehen, Haarewaschen oder das Greifen in ein Regal können dadurch schwierig werden. Erfahre, wie die Schultersteife entsteht, welche Phasen typisch sind und welche Behandlung die Beschwerden lindern und die Beweglichkeit verbessern kann.
Die Frozen Shoulder ist eine Erkrankung der Gelenkkapsel des Schultergelenks. Der medizinische Fachbegriff lautet adhäsive Kapsulitis. Im Deutschen wird sie auch als Schultersteife oder „eingefrorene Schulter“ bezeichnet.
Das Schultergelenk verbindet den Oberarmkopf mit der relativ kleinen Gelenkpfanne des Schulterblatts. Umgeben wird es von einer bindegewebigen Kapsel, die das Gelenk stabilisiert und gleichzeitig einen großen Bewegungsumfang ermöglicht.
Bei einer Frozen Shoulder kommt es zunächst zu entzündlichen Veränderungen in der Gelenkkapsel. Im weiteren Verlauf verdickt und verhärtet sich das Kapselgewebe. Das Gelenk verliert dadurch zunehmend an Beweglichkeit.
Medizinisch wird zwischen zwei Formen der Schultersteife unterschieden:
Die Unterscheidung ist wichtig, da bei einer sekundären Schultersteife auch der zugrunde liegende Auslöser berücksichtigt werden muss. Ihr Verlauf entspricht zudem nicht immer den drei typischen Phasen der primären Frozen Shoulder.
Eine Frozen Shoulder beginnt normalerweise nicht von einem Tag auf den anderen. Die Beschwerden nehmen über Wochen oder Monate zu. Anfangs stehen Schmerzen im Vordergrund, später wird die Schulter immer unbeweglicher.
Typisch ist, dass nicht nur selbst ausgeführte Bewegungen eingeschränkt sind. Auch wenn eine Ärztin, ein Arzt oder eine physiotherapeutische Fachkraft den Arm bewegt, lässt sich das Gelenk nur begrenzt mobilisieren.
Mögliche Symptome einer Frozen Shoulder sind:
Besonders deutlich ist häufig die Außenrotation eingeschränkt. Betroffene können den nach außen angewinkelten Unterarm kaum noch zur Seite bewegen. Auch das seitliche Anheben und die Innenrotation des Arms werden zunehmend schwieriger.
Eine ausgeprägte Muskelschwäche oder Instabilität gehört dagegen nicht zu den typischen Symptomen. Durch Schonung und den eingeschränkten Gebrauch des Arms kann die Muskulatur im Verlauf dennoch an Kraft verlieren.
Der klassische Verlauf der primären Frozen Shoulder wird in drei Phasen eingeteilt. Die Übergänge sind fließend und können sich überschneiden. Dauer und Intensität unterscheiden sich von Person zu Person.
Die genaue Ursache einer primären Frozen Shoulder ist bislang nicht geklärt. Bekannt ist, dass entzündliche und später bindegewebige Umbauprozesse in der Gelenkkapsel auftreten. Diese führen zu einer Verdickung, Schrumpfung und eingeschränkten Dehnbarkeit des Gewebes.
Die Erkrankung tritt besonders häufig zwischen dem 40. und 60. Lebensjahr auf. Frauen sind etwas häufiger betroffen als Männer. Außerdem bestehen Zusammenhänge mit bestimmten Stoffwechsel- und Hormonerkrankungen.
Ein erhöhtes Risiko wird insbesondere bei folgenden Erkrankungen beobachtet:
Besonders deutlich ist der Zusammenhang mit Diabetes mellitus. Bei Menschen mit Diabetes kann die Frozen Shoulder außerdem länger dauern und hartnäckiger verlaufen. Eine Begleiterkrankung bedeutet jedoch nicht automatisch, dass sie die Schultersteife verursacht hat.
Eine sekundäre Schultersteife kann entstehen, wenn das Schultergelenk aufgrund von Schmerzen, einer Verletzung oder einer Operation längere Zeit kaum bewegt wird.
Mögliche Auslöser sind:
Nach einer Verletzung oder Operation sollte die Schulter nur entsprechend der ärztlichen Vorgaben belastet werden. Eine zu frühe oder zu intensive Mobilisation kann ebenso problematisch sein wie eine unnötig lange Ruhigstellung.
Für die Diagnose fragt die Ärztin oder der Arzt zunächst, wann die Beschwerden begonnen haben und wie sie sich entwickelt haben. Auch vorausgegangene Verletzungen, Operationen, Erkrankungen und Phasen längerer Ruhigstellung sind von Bedeutung.
Bei der körperlichen Untersuchung wird geprüft, wie weit sich der Arm aktiv und passiv bewegen lässt. Charakteristisch ist eine Einschränkung beider Bewegungsformen. Meist ist die Außenrotation besonders stark betroffen.
Eine Röntgenuntersuchung kann helfen, knöcherne Ursachen wie Arthrose, Fehlstellungen oder frühere Verletzungen auszuschließen. Bei einem unklaren Befund können zusätzlich eine Ultraschalluntersuchung oder eine MRT-Aufnahme sinnvoll sein. Sie dienen vor allem dazu, andere Erkrankungen der Schulter zu erkennen.
Schulterschmerzen und Bewegungseinschränkungen können zahlreiche Ursachen haben. Deshalb muss eine Frozen Shoulder unter anderem von folgenden Erkrankungen unterschieden werden:
Bei Problemen mit der Rotatorenmanschette kann die aktive Bewegung deutlich eingeschränkt sein, während sich der Arm von außen noch weiter bewegen lässt. Bei einer Frozen Shoulder sind dagegen sowohl die aktive als auch die passive Beweglichkeit vermindert.
Anhaltende Schulterschmerzen und eine zunehmende Bewegungseinschränkung sollten ärztlich abgeklärt werden. Je früher die Diagnose feststeht, desto eher kann die Behandlung an die Krankheitsphase angepasst werden.
Eine zeitnahe Untersuchung ist besonders sinnvoll, wenn:
Plötzliche starke Schulterschmerzen in Verbindung mit Brustschmerzen, Atemnot, Übelkeit oder kaltem Schweiß können auf einen medizinischen Notfall hindeuten. In diesem Fall sollte umgehend der Notruf verständigt werden.
Die Behandlung richtet sich nach der Ursache, der Krankheitsphase und der Stärke der Beschwerden. Während in der ersten Phase die Schmerzlinderung im Mittelpunkt steht, gewinnt später die Verbesserung der Beweglichkeit an Bedeutung.
Eine einzelne Maßnahme, die die Frozen Shoulder sofort beseitigt, gibt es nicht. Meist werden mehrere Behandlungsbausteine miteinander kombiniert und regelmäßig an den Verlauf angepasst.
Schmerzmittel können dabei helfen, den Alltag besser zu bewältigen und vorsichtige Bewegungen zu ermöglichen. Häufig werden zeitlich begrenzt nicht steroidale Antirheumatika wie Ibuprofen oder Diclofenac eingesetzt.
Diese Medikamente beeinflussen den langfristigen Krankheitsverlauf nicht und sind nicht für alle Menschen geeignet. Sie können unter anderem Magen, Nieren und Herz-Kreislauf-System belasten. Die Einnahme sollte deshalb nach Packungsbeilage beziehungsweise in ärztlicher Absprache erfolgen.
Eine Kortisoninjektion in oder an das Schultergelenk kann vor allem in der frühen, schmerzhaften Phase infrage kommen. Sie kann Schmerzen kurzfristig lindern und die Beweglichkeit verbessern. Ob eine Injektion geeignet ist, muss individuell ärztlich entschieden werden, insbesondere bei Diabetes oder anderen Vorerkrankungen.
Physiotherapie kann dazu beitragen, die Beweglichkeit schrittweise zurückzugewinnen. Welche Übungen geeignet sind, hängt wesentlich von der Krankheitsphase und der individuellen Schmerzgrenze ab.
In der schmerzhaften Freezing-Phase sollte die Schulter vorsichtig bewegt, aber nicht aggressiv gedehnt werden. Starke Schmerzen während oder nach dem Training können ein Hinweis darauf sein, die Belastung zu reduzieren.
Wenn der Schmerz nachlässt, können Mobilisation, Dehnung und später auch Kräftigungsübungen intensiviert werden. Manuelle Therapie wird häufig mit einem individuellen Übungsprogramm verbunden.
Folgende Übungen können nach ärztlicher oder physiotherapeutischer Rücksprache geeignet sein:
Die Übungen sollten ruhig und ohne ruckartige Bewegungen ausgeführt werden. Bei deutlich zunehmenden Schmerzen, Taubheitsgefühlen oder neuer Muskelschwäche sollte das Training beendet und medizinischer Rat eingeholt werden.
Ob Wärme oder Kälte als angenehmer empfunden wird, hängt von der Krankheitsphase und dem persönlichen Empfinden ab. In der schmerzhaften Anfangsphase bevorzugen manche Betroffene eine kurzzeitige Kühlung. Eine Kühlkompresse sollte dabei in ein Tuch gewickelt und nicht direkt auf die Haut gelegt werden.
Der Kühlgel Roll-On von sapura health kann durch Menthol und Eukalyptus ein kühlendes Hautgefühl im Schulterbereich vermitteln. Er eignet sich ausschließlich zur ergänzenden kosmetischen Pflege auf intakter Haut und behandelt weder die Entzündung noch die eingeschränkte Gelenkkapsel.

Wenn die akuten Schmerzen nachlassen und sich die umliegende Muskulatur verspannt anfühlt, kann Wärme als wohltuend empfunden werden. Eine warme Dusche, ein Wärmekissen oder eine Wärmflasche sind mögliche Anwendungen.
Alternativ lässt sich der Wärmesalbe Roll-On von sapura health gezielt auf die intakte Haut im Schulter- und Nackenbereich auftragen. Der Massagekopf ermöglicht eine sparsame Anwendung, ohne dass die Schulter stark bewegt werden muss.

Bei einer sogenannten Hydrodilatation wird Flüssigkeit in das Schultergelenk gespritzt, um die verkürzte Gelenkkapsel aufzudehnen. Die Behandlung kann die Beschwerden und Beweglichkeit vorübergehend verbessern.
Sie ist jedoch nicht eindeutig wirksamer als eine Kortisoninjektion und kann während der Anwendung schmerzhaft sein. Ob das Verfahren infrage kommt, sollte daher individuell mit einer Fachärztin oder einem Facharzt besprochen werden.
Die meisten Menschen mit einer Frozen Shoulder benötigen keine Operation. Ein Eingriff kann erwogen werden, wenn starke Beschwerden und erhebliche Bewegungseinschränkungen trotz angemessener konservativer Behandlung bestehen bleiben.
Bei einer arthroskopischen Kapsellösung werden verhärtete und verkürzte Bereiche der Gelenkkapsel kontrolliert gelöst. Anschließend ist eine konsequente physiotherapeutische Mobilisation wichtig, damit die wiedergewonnene Beweglichkeit erhalten bleibt.
Eine alleinige gewaltsame Mobilisation der Schulter unter Narkose wird wegen möglicher Verletzungen zurückhaltend beurteilt. Zu den Risiken gehören Knochenbrüche sowie Schäden an Sehnen, Knorpel oder Gelenklippe.
Eine Frozen Shoulder ist meist eine langwierige Erkrankung. Häufig bessern sich Schmerzen und Beweglichkeit innerhalb von ein bis zwei Jahren. Der gesamte Verlauf kann jedoch kürzer oder deutlich länger ausfallen.
Die in den drei Krankheitsphasen genannten Zeiträume dürfen nicht einfach zusammengerechnet werden. Die Phasen können sich überschneiden und verlaufen nicht bei allen Betroffenen gleich. Insbesondere eine sekundäre oder diabetische Schultersteife kann vom klassischen Verlauf abweichen.
Auch die Besserung erfolgt nicht immer geradlinig. Tage mit größerer Beweglichkeit können sich mit erneuten Schmerzphasen abwechseln. Bei einem Teil der Betroffenen bleiben leichte Schmerzen oder Bewegungseinschränkungen bestehen.
Da der Auslöser der primären Frozen Shoulder unbekannt ist, lässt sich diese Form nicht gezielt verhindern. Regelmäßige Bewegung kann zwar die allgemeine Schulterfunktion fördern, bietet aber keinen sicheren Schutz vor der Erkrankung.
Das Risiko einer sekundären Schultersteife lässt sich möglicherweise verringern, indem die Schulter nach Verletzungen oder Operationen nicht länger als medizinisch notwendig ruhiggestellt wird. Der Zeitpunkt und Umfang der Mobilisation müssen jedoch immer zur zugrunde liegenden Verletzung passen und ärztlich festgelegt werden.
Bekannte Schultererkrankungen sowie Stoffwechsel- und Schilddrüsenerkrankungen sollten angemessen behandelt werden. Dadurch lässt sich eine Frozen Shoulder nicht sicher vermeiden, mögliche Risikofaktoren können aber besser kontrolliert werden.
Die Frozen Shoulder ist eine Erkrankung der Schultergelenkkapsel, bei der zunächst Schmerzen und später eine ausgeprägte Bewegungseinschränkung auftreten. Die primäre Form entsteht ohne erkennbaren Auslöser, während die sekundäre Schultersteife unter anderem nach Verletzungen, Operationen oder längerer Ruhigstellung auftreten kann.
Die Behandlung richtet sich nach der jeweiligen Krankheitsphase. Schmerzmittel und Kortison können vor allem zu Beginn eine Rolle spielen. Physiotherapie und regelmäßig ausgeführte Übungen unterstützen dabei, die Beweglichkeit schrittweise zurückzugewinnen.
Wärme oder Kälte können ergänzend als angenehm empfunden werden, behandeln jedoch nicht die veränderte Gelenkkapsel. Da hinter Schulterschmerzen auch andere Erkrankungen stecken können, sollten anhaltende Beschwerden und eine zunehmende Steifigkeit ärztlich untersucht werden.
Eine Frozen Shoulder bessert sich häufig von selbst, benötigt dafür aber mehrere Monate bis Jahre. Schmerzbehandlung, Kortisoninjektionen, Physiotherapie und angepasste Übungen können die Beschwerden lindern und die Beweglichkeit unterstützen. Eine Operation ist nur selten erforderlich.
Bei der primären Frozen Shoulder ist kein konkreter Auslöser bekannt. Die sekundäre Form kann nach einer Verletzung, Operation, längeren Ruhigstellung oder einer anderen Schultererkrankung auftreten. Diabetes und Schilddrüsenerkrankungen gelten als wichtige Risikofaktoren.
Typisch sind tief liegende, anfangs zunehmende Schulterschmerzen und eine fortschreitende Steifigkeit. Besonders nachts sowie beim Heben oder Drehen des Arms können die Beschwerden ausgeprägt sein. Später lassen die Schmerzen häufig nach, während die Schulter zunächst unbeweglich bleibt.
Die Freezing-Phase kann etwa zwei bis zehn Monate, die Frozen-Phase drei bis zwölf Monate und die Thawing-Phase fünf bis 24 Monate dauern. Die Phasen können sich überschneiden und individuell deutlich abweichen. Insgesamt bessert sich die Erkrankung häufig innerhalb von ein bis zwei Jahren.