Kühlgel Roll-On
- Kühlende Pflege für Muskeln & Gelenke
- Praktischer Roll-On
- Ideal nach Sport & Alltag
Eine Sehnenentzündung entsteht häufig, wenn eine Sehne wiederholt oder ungewohnt stark belastet wird. Typische Anzeichen sind örtlich begrenzte Schmerzen, Druckempfindlichkeit und Beschwerden bei bestimmten Bewegungen. Betroffen sein können unter anderem Schulter, Ellenbogen, Handgelenk, Knie und Achillessehne.
Hinter länger anhaltenden Sehnenschmerzen steckt allerdings nicht immer eine klassische Entzündung. Häufig ist die Belastbarkeit der Sehne vermindert und das Sehnengewebe verändert. Erfahre hier, wie Du eine Sehnenentzündung erkennst, welche Behandlungsmöglichkeiten infrage kommen und wie Du Deine Sehnen im Alltag und beim Sport schützen kannst.
Sehnen bestehen aus festem Bindegewebe und verbinden die Muskeln mit den Knochen. Sie übertragen die Muskelkraft auf das Skelett und ermöglichen dadurch Bewegungen. Bei jedem Schritt, Griff oder Sprung müssen sie Zugkräfte aufnehmen und an die jeweilige Belastung angepasst weiterleiten.
Der Begriff Sehnenentzündung wird im Alltag für unterschiedliche Sehnenbeschwerden verwendet. Medizinisch ist jedoch eine genauere Unterscheidung sinnvoll:
Bei plötzlich aufgetretenen Beschwerden kann eine entzündliche Reaktion beteiligt sein. Bestehen die Schmerzen schon länger, handelt es sich dagegen häufig um eine Tendinopathie. Eine reine Entzündungshemmung reicht dann meist nicht aus, weil die Sehne ihre Belastbarkeit schrittweise zurückgewinnen muss.
Eine Sehnenscheidenentzündung betrifft nicht in erster Linie die Sehne selbst, sondern deren schützende Hülle. Sehnenscheiden befinden sich vor allem dort, wo Sehnen über Knochen oder durch enge anatomische Bereiche gleiten – beispielsweise an Händen, Handgelenken und Füßen.
Typisch für eine Sehnenscheidenentzündung sind Schmerzen bei Bewegung, Schwellungen und mitunter ein fühlbares Reiben oder Knirschen. An den Fingern kann eine eingeengte Sehne zudem zu einem sogenannten Schnappfinger führen.
Sehnen passen sich an regelmäßige Belastungen an. Steigt die Beanspruchung jedoch schneller, als sich das Gewebe anpassen kann, entsteht ein Missverhältnis zwischen Belastung und Belastbarkeit. Die Folge können Schmerzen, Steifigkeit und eine eingeschränkte Funktion sein.
Dabei muss nicht immer ein einzelnes Ereignis vorausgehen. Viele Sehnenbeschwerden entwickeln sich schleichend durch häufig wiederholte Bewegungen im Sport, Beruf oder Alltag.
Mögliche Ursachen und Risikofaktoren sind:
Auch Erkrankungen wie Diabetes, Gicht und rheumatische beziehungsweise autoimmune Erkrankungen können Sehnenbeschwerden begünstigen. Bei entsprechenden Vorerkrankungen sollte daher nicht ausschließlich von einer mechanischen Überlastung ausgegangen werden.
Bestimmte Antibiotika aus der Gruppe der Fluorchinolone können das Risiko für Sehnenschäden und Sehnenrisse erhöhen. Besonders gefährdet sind ältere Menschen, Personen mit eingeschränkter Nierenfunktion und Patienten, die gleichzeitig Kortikosteroide erhalten.
Treten während oder nach der Einnahme eines Fluorchinolons Sehnenschmerzen oder Schwellungen auf, solltest Du die betroffene Region nicht weiter belasten und zeitnah die behandelnde Praxis kontaktieren.
Eine Sehnenentzündung macht sich häufig durch örtlich begrenzte Schmerzen bemerkbar. Diese treten vor allem auf, wenn der zugehörige Muskel angespannt, die Sehne gedehnt oder die betroffene Stelle belastet wird.
Mögliche Symptome sind:
Bei einer Tendinopathie lassen die Schmerzen während des Aufwärmens manchmal vorübergehend nach. Häufig kehren sie nach der Aktivität oder am folgenden Morgen zurück. Die kurzfristige Besserung bedeutet deshalb nicht automatisch, dass die Sehne wieder uneingeschränkt belastbar ist.
Die Beschwerden können denen einer Gelenk-, Muskel- oder Schleimbeutelerkrankung ähneln. Eine sichere Selbstdiagnose ist daher nicht immer möglich.
Da sich Sehnen im gesamten Körper befinden, können die Beschwerden an unterschiedlichen Stellen auftreten. Besonders häufig betroffen sind Bereiche, die beim Sport, bei körperlicher Arbeit oder durch wiederholte Alltagsbewegungen stark beansprucht werden.
An der Schulter sind häufig die Sehnen der Rotatorenmanschette oder die lange Bizepssehne betroffen. Typisch sind Schmerzen beim seitlichen Anheben des Arms, bei Überkopfbewegungen, beim Tragen oder beim Liegen auf der betroffenen Schulter.
Mehr zu Beschwerden an der Vorderseite der Schulter erfährst Du im Artikel über die Bizepssehnenentzündung.
Beim Tennisarm sind die Sehnenansätze an der Außenseite des Ellenbogens gereizt, beim Golferellenbogen die Ansätze auf der Innenseite. Die Beschwerden entstehen nicht nur durch Sport, sondern auch durch häufiges Greifen, Schrauben, Tippen oder Arbeiten mit Werkzeugen.
An Hand und Handgelenk handelt es sich häufig um eine Sehnenscheidenentzündung. Wiederholtes Tippen, Arbeiten mit der Maus, Spielen eines Instruments oder das häufige Heben eines Kleinkinds können die Beschwerden begünstigen.
Bei der Tendovaginitis de Quervain schmerzt vor allem die Daumenseite des Handgelenks. Ein Schnappfinger entsteht dagegen, wenn eine Beugesehne nicht mehr ungehindert durch ihre Sehnenscheide gleiten kann.
Seitliche Hüftschmerzen können mit einer Reizung der Sehnen der Gesäßmuskulatur zusammenhängen. Die Beschwerden treten häufig beim Gehen, Treppensteigen, längeren Stehen oder Liegen auf der betroffenen Seite auf.
Am Knie kann unter anderem die Patellasehne unterhalb der Kniescheibe betroffen sein. Eine solche Patellasehnentendinopathie wird auch als Springerknie bezeichnet und tritt besonders bei Sportarten mit vielen Sprüngen, schnellen Antritten und Richtungswechseln auf.
Die Achillessehne wird besonders beim Laufen und Springen beansprucht. Typisch sind Anlaufschmerzen, morgendliche Steifigkeit und Beschwerden oberhalb der Ferse. Ausführliche Informationen findest Du im Ratgeber zur Achillessehnenentzündung.
Auch die Sehnen an der Innen- oder Außenseite des Sprunggelenks können überlastet sein. Die genaue Position der Schmerzen liefert wichtige Hinweise darauf, welche Sehne betroffen ist.
Zu Beginn fragt die Ärztin oder der Arzt, wann die Beschwerden auftreten und welche beruflichen, sportlichen oder alltäglichen Belastungen vorausgegangen sind. Anschließend wird die schmerzende Stelle untersucht und abgetastet.
Zur körperlichen Untersuchung können gehören:
In vielen Fällen reichen das Beschwerdebild und die körperliche Untersuchung für die Diagnose aus. Ultraschall, Röntgen oder MRT können sinnvoll sein, wenn die Ursache unklar ist, ein Riss vermutet wird oder die Beschwerden trotz Behandlung bestehen bleiben. Blutuntersuchungen kommen insbesondere bei Verdacht auf eine Infektion oder rheumatische Erkrankung infrage.
Veränderungen im Ultraschall oder MRT müssen nicht zwangsläufig die Ursache der Schmerzen sein. Die Ergebnisse sollten deshalb immer gemeinsam mit den Beschwerden und der körperlichen Untersuchung beurteilt werden.
Leichte Beschwerden nach einer ungewohnten Belastung können zunächst beobachtet werden. Lassen sie innerhalb einiger Tage nicht nach, kehren sie regelmäßig zurück oder schränken sie Deinen Alltag deutlich ein, ist eine ärztliche Untersuchung sinnvoll.
Zeitnah abklären lassen solltest Du:
Ein plötzlicher Schmerz mit Knall und Funktionsverlust kann auf einen Sehnenriss hindeuten. Eine stark gerötete, überwärmte und geschwollene Region in Verbindung mit Fieber kann wiederum für eine Infektion sprechen.
Die geeignete Behandlung hängt davon ab, welche Sehne betroffen ist, wie lange die Beschwerden bestehen und wodurch sie ausgelöst wurden. Nicht jede vermeintliche Sehnenentzündung sollte daher nach demselben Schema behandelt werden.
Bei einer akuten Reizung steht zunächst die Entlastung im Vordergrund. Bei länger bestehenden Tendinopathien ist dagegen ein kontrollierter Belastungsaufbau entscheidend, damit die Sehne ihre Funktion und Belastbarkeit zurückgewinnt.
Vermeide zunächst Bewegungen, die deutliche Schmerzen verursachen oder die Beschwerden am folgenden Tag verstärken. Eine vollständige Ruhigstellung ist jedoch nur in bestimmten Fällen sinnvoll und sollte nicht länger als notwendig erfolgen.
Mögliche Anpassungen sind:
Sobald sich die akuten Beschwerden beruhigt haben, sollte die Bewegung schrittweise wieder aufgenommen werden. Eine langfristige vollständige Schonung kann dazu führen, dass Muskulatur und Sehne weiter an Belastbarkeit verlieren.
Bei einer frischen Reizung oder Schwellung kann eine zeitlich begrenzte Kühlung angenehm sein. Wickle einen Kühlakku in ein dünnes Tuch und lege ihn für etwa 10 bis 20 Minuten auf die betroffene Stelle. Eis oder Kühlakkus dürfen nicht direkt auf die Haut gelegt werden.
Bei Durchblutungsstörungen, vermindertem Temperaturempfinden oder auffälligen Hautreaktionen sollte auf eine eigenständige Kühlung verzichtet werden. Die Maßnahme kann Beschwerden vorübergehend lindern, stellt aber nicht die Belastbarkeit der Sehne wieder her.
Bei länger bestehenden Sehnenbeschwerden gehört ein schrittweise gesteigertes Training zu den wichtigsten Behandlungsmaßnahmen. Ziel ist es, die betroffene Sehne und die zugehörige Muskulatur wieder auf die Belastungen im Alltag oder Sport vorzubereiten.
Je nach Sehne und Beschwerdebild können eingesetzt werden:
Exzentrische Übungen können Teil der Behandlung sein, sind aber kein allgemeines Standardprogramm für jede Sehne. Auswahl, Intensität und Steigerung sollten sich an der betroffenen Körperregion und der individuellen Belastbarkeit orientieren.
Leichte Beschwerden während einer kontrollierten Übung bedeuten nicht zwangsläufig, dass die Sehne weiter geschädigt wird. Entscheidend ist, wie stark die Schmerzen ausfallen und wie die Region in den folgenden Stunden beziehungsweise am nächsten Morgen reagiert.
Nehmen Schmerzen, Steifigkeit oder Schwellung deutlich zu, war die Belastung wahrscheinlich noch zu hoch. Das Training sollte dann angepasst und bei Unsicherheit mit einer physiotherapeutischen oder ärztlichen Fachperson abgestimmt werden.
Schmerzstillende und entzündungshemmende Medikamente können bei akuten Beschwerden zeitweise infrage kommen. Welcher Wirkstoff geeignet ist, hängt unter anderem von Vorerkrankungen, weiteren Medikamenten und der genauen Ursache der Schmerzen ab.
Lass Dich deshalb in einer Arztpraxis oder Apotheke beraten. Schmerzmittel sollten nicht dazu genutzt werden, trotz deutlicher Beschwerden unverändert weiterzutrainieren. Sie lindern Symptome, erhöhen aber nicht automatisch die Belastbarkeit der Sehne.
Kortisoninjektionen können bei einzelnen Erkrankungen kurzfristig Beschwerden reduzieren. Sie sind jedoch nicht für jede Sehne geeignet und müssen wegen möglicher Risiken für das Sehnengewebe sorgfältig fachärztlich geprüft werden. Eine Injektion direkt in die Sehne ist zu vermeiden.
Je nach betroffener Körperregion können Bandagen, Schienen, Tapes, Fersenerhöhungen oder Einlagen vorübergehend entlasten. Sie sollten möglichst gezielt und nicht als dauerhafter Ersatz für den Belastungsaufbau eingesetzt werden.
Bei Beschwerden durch berufliche Tätigkeiten können auch ergonomische Hilfsmittel sinnvoll sein. Dazu zählen beispielsweise eine geeignete Maus, angepasste Werkzeuge oder Veränderungen der Arbeitshöhe.
Ergänzend zur medizinischen oder physiotherapeutischen Behandlung kann der Kühlgel Roll-On auf unverletzter Haut für ein kühlendes und erfrischendes Hautgefühl sorgen. Das enthaltene Menthol erzeugt einen wahrnehmbaren Kälteeffekt, während der Roll-on-Applikator ein gezieltes Auftragen ermöglicht.
Trage das Gel ohne starken Druck auf den beanspruchten Bereich auf. Bei einer akut gereizten Sehne solltest Du auf eine kräftige Massage verzichten. Der Kühlgel Roll-On behandelt keine Tendinitis, Tendinopathie oder Sehnenscheidenentzündung und ersetzt weder eine ärztliche Untersuchung noch Physiotherapie oder physikalische Kühlung.

Die meisten Sehnenentzündungen und Tendinopathien werden ohne Operation behandelt. Ein Eingriff wird meist erst erwogen, wenn eine genaue Diagnose vorliegt und konsequent durchgeführte konservative Maßnahmen keine ausreichende Besserung gebracht haben.
Eine Operation kann unter anderem infrage kommen, wenn:
Ob und wann operiert wird, hängt stark von der betroffenen Sehne, der Funktionseinschränkung und den persönlichen Anforderungen ab. Auch nach einem Eingriff ist meist eine längere Rehabilitation mit schrittweisem Belastungsaufbau erforderlich.
Die Heilungsdauer lässt sich nicht pauschal vorhersagen. Sie hängt unter anderem davon ab, welche Sehne betroffen ist, wie lange die Beschwerden bereits bestehen und wie gut sich die auslösende Belastung verändern lässt.
Eine leichte akute Reizung kann sich innerhalb von zwei bis drei Wochen deutlich bessern. Sehnenscheidenentzündungen heilen häufig innerhalb einiger Wochen bis Monate ab.
Bei einer länger bestehenden Tendinopathie kann die Rehabilitation mehrere Monate dauern. Entscheidend ist nicht nur die Schmerzfreiheit in Ruhe, sondern auch, ob die Sehne Alltags-, Arbeits- oder Sportbelastungen wieder zuverlässig bewältigt.
Zwischenzeitliche Schwankungen sind normal. Einzelne schmerzhaftere Tage bedeuten nicht automatisch, dass die Behandlung gescheitert ist. Insgesamt sollten Schmerzen, Kraft und Belastbarkeit jedoch eine positive Entwicklung zeigen.
Ob Du weiter Sport treiben kannst, hängt von der betroffenen Sehne und der Stärke der Beschwerden ab. Sportarten oder Bewegungen, die deutliche Schmerzen auslösen, sollten zunächst reduziert oder vorübergehend ersetzt werden.
Für den schrittweisen Wiedereinstieg sollten folgende Voraussetzungen weitgehend erfüllt sein:
Steigere zunächst die Dauer, danach die Häufigkeit und zuletzt die Intensität. Schnelle Bewegungen, Sprünge, Sprints oder hohe Gewichte sollten erst wieder hinzukommen, wenn die Sehne auf einfachere Belastungen stabil reagiert.
Nicht jede Sehnenentzündung lässt sich verhindern. Mit einer angemessenen Belastungssteuerung kannst Du jedoch dazu beitragen, dass sich Sehnen und Muskulatur schrittweise an neue Anforderungen anpassen.
Folgende Maßnahmen können das Risiko reduzieren:
Dehnen allein schützt nicht zuverlässig vor Sehnenbeschwerden. Wichtiger sind eine belastbare Muskulatur, eine dosierte Steigerung und ausreichend Zeit zur Anpassung.
Bestimmte Verhaltensweisen können die Beschwerden verstärken oder den Belastungsaufbau erschweren. Vermeide deshalb:
Der Begriff Sehnenentzündung umfasst unterschiedliche Beschwerdebilder. Während bei akuten Beschwerden eine entzündliche Reaktion beteiligt sein kann, liegt bei länger anhaltenden Schmerzen häufig eine verminderte Belastbarkeit der Sehne vor.
Die Behandlung richtet sich nach der Ursache und der betroffenen Körperregion. Zunächst sollte die auslösende Belastung angepasst werden. Anschließend hilft ein schrittweise gesteigertes Training dabei, Sehne und Muskulatur wieder auf Alltag, Arbeit oder Sport vorzubereiten. Bei starken, plötzlich auftretenden oder anhaltenden Beschwerden ist eine ärztliche Abklärung wichtig.
Reduziere zunächst Bewegungen, die deutliche Beschwerden auslösen. Bei einer akuten Reizung können Schonung und zeitlich begrenzte Kühlung angenehm sein. Bei länger bestehenden Beschwerden ist meist ein individuell gesteigertes Belastungstraining erforderlich.
Leichte akute Reizungen können sich innerhalb weniger Wochen bessern. Eine länger bestehende Tendinopathie kann dagegen mehrere Monate Rehabilitation benötigen. Die Dauer hängt von der betroffenen Sehne und der individuellen Belastung ab.
Eine feste Abkürzung gibt es nicht. Wichtig sind eine genaue Diagnose, die vorübergehende Anpassung schmerzhafter Belastungen und ein schrittweiser Kraftaufbau. Ein zu früher Wiedereinstieg kann die Beschwerden erneut verstärken.
Ob ein medizinisches Schmerzgel geeignet ist, sollte mit einer Arztpraxis oder Apotheke abgestimmt werden. Kosmetische Kühlpflege kann ein angenehmes Hautgefühl erzeugen, behandelt aber nicht die Sehne. Ergänzend kann der Kühlgel Roll-On auf unverletzter Haut für ein kühlendes Gefühl sorgen.