Was ist Cellulite?
Cellulite, umgangssprachlich auch Orangenhaut genannt, zeigt sich durch kleine Dellen und Unebenheiten an der Hautoberfläche. Besonders häufig betroffen sind Oberschenkel, Po und Hüften. Die Veränderungen können aber auch am Bauch oder an den Oberarmen auftreten.
Cellulite ist ein rein kosmetisches Phänomen und hat normalerweise keine gesundheitlichen Folgen. Sie kommt bei einem Großteil der Frauen nach der Pubertät vor. Männer sind aufgrund des anders aufgebauten Bindegewebes wesentlich seltener betroffen.
Wie stark die Dellen sichtbar sind, kann sich abhängig von Körperhaltung, Lichteinfall, Muskelspannung und Gewicht verändern. Auch sehr sportliche oder schlanke Menschen können Cellulite haben.
Cellulite oder Cellulitis: Was ist der Unterschied?
Cellulite darf nicht mit einer Cellulitis verwechselt werden. Bei der Cellulitis handelt es sich um eine bakterielle Entzündung der Haut und des Unterhautgewebes, die medizinisch behandelt werden muss. Während Cellulite normalerweise weder schmerzt noch entzündet ist, kann eine Cellulitis folgende Beschwerden verursachen:
- eine starke Rötung
- Überwärmung und Schwellung
- Schmerzen oder Druckempfindlichkeit
- Fieber und allgemeines Krankheitsgefühl
- eine schnelle Ausbreitung der Hautveränderung
Treten solche Symptome auf, solltest Du zeitnah ärztlichen Rat einholen. Sie gehören nicht zum gewöhnlichen Erscheinungsbild der Orangenhaut.
Wie entsteht Cellulite?
Unter der Haut liegt eine Schicht aus Fettgewebe, die durch Bindegewebsstränge mit den tieferen Gewebeschichten verbunden ist. Drängen sich Fettzellen zwischen diesen Strängen nach oben, während die Fasern die Haut an anderen Stellen nach unten ziehen, entsteht die typische unebene Oberfläche.
Bei Frauen verlaufen die Bindegewebsstränge überwiegend parallel und senkrecht zur Haut. Dadurch kann sich das dazwischenliegende Fettgewebe leichter nach oben wölben. Bei Männern ist das Bindegewebe häufiger netzartig angeordnet und stabilisiert das Unterhautfettgewebe stärker.
Cellulite wird nicht durch angesammelte Gift- oder Schadstoffe verursacht. Auch ein vermeintlich „übersäuerter“ Körper oder ein langsamer Lymphfluss gelten nicht als nachgewiesene Ursachen.
Ursachen und begünstigende Faktoren
Wie deutlich Cellulite ausgeprägt ist, hängt von mehreren Faktoren ab:
- genetische Veranlagung
- Aufbau und Festigkeit des Bindegewebes
- hormonelle Einflüsse
- Menge und Verteilung des Unterhautfetts
- Dicke und Elastizität der Haut
- zunehmendes Lebensalter
- Schwangerschaft und hormonelle Veränderungen
- stärkere Gewichtsschwankungen
- abnehmende Muskelmasse
- Rauchen und intensive UV-Belastung
Ein höherer Körperfettanteil kann die Dellen sichtbarer machen, ist aber nicht die alleinige Ursache. Cellulite tritt deshalb ebenso bei normalgewichtigen und schlanken Menschen auf.
Wie lässt sich Cellulite erkennen?
Cellulite lässt sich normalerweise mit bloßem Auge erkennen. Eine ärztliche Diagnose ist bei der gewöhnlichen, schmerzfreien Orangenhaut nicht notwendig. Durch das Zusammenschieben der Haut können leichte Veränderungen früher sichtbar werden.
Zur Beschreibung werden häufig vier Ausprägungsgrade unterschieden:
- Grad 0: Die Haut ist im Stehen und Liegen glatt und zeigt auch beim Zusammenschieben keine typische Dellenstruktur.
- Grad 1: Die Haut wirkt glatt, beim Zusammenschieben werden jedoch kleine Dellen sichtbar.
- Grad 2: Die Unebenheiten sind im Stehen erkennbar, verschwinden im Liegen aber weitgehend.
- Grad 3: Die Dellen sind sowohl im Stehen als auch im Liegen deutlich zu sehen.
Die Einteilung beschreibt ausschließlich das äußere Erscheinungsbild. Ein höherer Grad bedeutet nicht, dass eine Erkrankung vorliegt oder eine Behandlung notwendig ist.
Wann sollten Hautveränderungen untersucht werden?
Typische Cellulite verursacht keine starken Schmerzen, Entzündungen oder plötzlich auftretenden Schwellungen. Entwickeln sich die Veränderungen einseitig oder innerhalb kurzer Zeit, sollte deshalb nach einer anderen Ursache gesucht werden.
Eine ärztliche Untersuchung ist insbesondere sinnvoll bei:
- schmerzhaften oder druckempfindlichen Beinen
- häufigen blauen Flecken ohne erkennbaren Grund
- deutlichen und anhaltenden Schwellungen
- einer auffälligen Umfangszunahme der Beine
- Rötung oder Überwärmung
- plötzlich auftretenden einseitigen Beschwerden
Schmerzen, Druckempfindlichkeit und eine ausgeprägte, symmetrische Fettverteilung an den Beinen können beispielsweise auf ein Lipödem hindeuten. Dieses muss von gewöhnlicher Cellulite unterschieden werden.
Cellulite behandeln: Was kann das Erscheinungsbild verbessern?
Bislang gibt es keine Methode, die Cellulite bei allen Menschen vollständig und dauerhaft beseitigt. Viele Maßnahmen können die Haut glatter erscheinen lassen, ihre Ergebnisse fallen jedoch individuell unterschiedlich aus und sind häufig zeitlich begrenzt.
Realistische Ziele sind daher:
- die Muskulatur unter der Haut zu stärken
- größere Gewichtsschwankungen zu vermeiden
- die Haut regelmäßig mit Feuchtigkeit zu versorgen
- das Erscheinungsbild vorübergehend zu glätten
- die eigene Hautstruktur besser zu akzeptieren
Welche Veränderung erreichbar ist, hängt unter anderem von Veranlagung, Hautbeschaffenheit, Alter und Ausgangssituation ab.
Sport gegen Cellulite
Regelmäßige Bewegung kann dazu beitragen, den Körperfettanteil zu regulieren und die Muskulatur zu kräftigen. Eine gut entwickelte Muskulatur kann das Gewebe von unten stabilisieren und die Haut dadurch gleichmäßiger erscheinen lassen.
Besonders geeignet ist eine Kombination aus Kraft- und Ausdauertraining. Für Oberschenkel, Hüfte und Gesäß bieten sich beispielsweise folgende Übungen an:
- Kniebeugen
- Ausfallschritte
- Beckenheben
- seitliches Beinheben
- Treppensteigen oder Step-ups
- Kreuzheben mit angepasstem Gewicht
Ergänzend eignen sich zügiges Gehen, Radfahren, Schwimmen oder Joggen. Entscheidend ist weniger eine bestimmte Sportart als eine Bewegungsform, die Du regelmäßig und langfristig ausüben kannst.
Ernährung bei Cellulite
Eine spezielle Anti-Cellulite-Ernährung gibt es nicht. Kein einzelnes Lebensmittel kann das Bindegewebe so verändern, dass vorhandene Dellen verschwinden. Eine ausgewogene Ernährung kann jedoch dabei helfen, ein stabiles Körpergewicht zu halten und die Haut mit notwendigen Nährstoffen zu versorgen.
Sinnvoll sind insbesondere:
- Gemüse und Obst
- Vollkornprodukte
- hochwertige Eiweißquellen
- pflanzliche Öle, Nüsse und Samen
- eine bedarfsgerechte Flüssigkeitszufuhr
- möglichst wenig stark verarbeitete Lebensmittel
Vitamin C wird für die normale Kollagenbildung benötigt, beseitigt aber keine Cellulite. Auch Nahrungsergänzungsmittel mit Kollagen, Kieselsäure oder Pflanzenextrakten haben bislang keinen zuverlässig nachgewiesenen Effekt auf Orangenhaut.
Crash-Diäten sind nicht empfehlenswert. Schnelle Gewichtsabnahmen und der anschließende Jo-Jo-Effekt können die Haut zusätzlich beanspruchen. Wenn Du Gewicht reduzieren möchtest, ist eine langsame und langfristig umsetzbare Ernährungsumstellung sinnvoller.
Massagen gegen Cellulite
Massagen, Trockenbürsten und Faszienrollen können sich angenehm anfühlen und die Haut vorübergehend glatter erscheinen lassen. Ein dauerhafter Abbau von Fettzellen oder ein Auflösen vermeintlich verklebter Faszien ist dadurch jedoch nicht zu erwarten.
Für eine sanfte Massage kannst Du folgendermaßen vorgehen:
- Beginne mit leichtem Druck und langsamen Bewegungen.
- Massiere Beine und Oberschenkel in Richtung des Oberkörpers.
- Bearbeite jede Körperpartie nur wenige Minuten.
- Vermeide schmerzhafte oder sehr aggressive Rollbewegungen.
- Beende die Massage, wenn Rötungen, Schmerzen oder Blutergüsse auftreten.
Ergänzende Pflegeroutine für die Beine
Eine sanfte Rollbewegung lässt sich mit der täglichen Körperpflege verbinden. Der Venensalbe Roll-On von sapura health wurde für die erfrischende Pflege müder und beanspruchter Beine entwickelt. Menthol vermittelt ein kühlendes Hautgefühl, während Hyaluron zu einem gepflegten und geschmeidigen Hautgefühl beiträgt.
Dank des Roll-On-Applikators lässt sich die Formulierung gezielt und ohne kräftiges Einmassieren auftragen. Die Anwendung eignet sich beispielsweise nach dem Sport, langem Sitzen oder einem anstrengenden Tag auf den Beinen.