Yoga mit Naturprodukten

Yogamatte aus Naturkork

Kork und Kautschuk – Nachhaltige Materialien für Deine Yogamatte

Yoga bringt unseren Körper mit unserem Geist in Einklang. Und zugegebenermaßen ist Yoga gerade in der freien Natur am schönsten. Da das aber nicht immer geht, hast auch Du sicherlich schon einmal den Wunsch verspürt, Dir ein Stück Natur mit in Dein Wohnzimmer oder ins Yoga-Studio zu nehmen. Mit Yogamatten aus Naturmaterialien wie Kork und Kautschuk ist das ohne Probleme möglich. Was aber sind die Vor- und Nachteile dieser Materialien?

Kork – Ein Material wird wiederentdeckt

Kork ist eigentlich ein Materialklassiker, der vor allem im Mittelmeerraum bereits im 2. Jahrhundert nach Christus von Römern, Griechen und Ägyptern als Baumaterial verwendet wurde. Besonders weit verbreitete sich das Material jedoch erst im Mittelalter, als man es auch für die Herstellung von Korken verwendete. Gewonnen wird das nachwachsende Naturmaterial damals wie heute von speziellen Korkeichen. Diese wachsen heute in besonders großer Zahl in Spanien und Portugal, sodass auch ein Großteil der europäischen Korkproduktion dort zuhause ist.

Kork ist eine spezielle Zellschicht der Korkeiche, die zwischen der schroffen Rinde und der nährstoffführenden Schicht, der sogenannten Epidermis, liegt. Sobald die Korkschicht einer Korkeiche dick genug ist, kann der Baum „geschält“ und der Kork geerntet werden, wobei der Baum keinen nachhaltigen Schaden nimmt. Nach der Ernte wächst die Korkschicht samt Rinde nach, sodass eine Korkeiche alle neun bis zehn Jahre geschält werden kann. Heute erfreut sich Kork zunehmender Beliebtheit als nachhaltiges und umweltfreundliches Material.

Darum ist Kork ideal für Yogamatten geeignet

Der größte Vorteil, den Kork gegenüber anderen Materialien hat, ist seine Eigenschaft als Naturrohstoff. Anders als viele Kunststoffe, aus denen diverse Yogamatten hergestellt werden, kommen bei der Produktion keine giftigen oder stark riechenden Chemikalien zum Einsatz. Darüber hinaus lässt sich Kork deutlich besser recyceln, als es bei den meisten Kunststoffen der Fall ist. Das ist gerade im Hinblick auf die nachhaltige Ressourcenschonung auf unserem Planeten ein wichtiger Aspekt.

Schließlich wächst Kork in regelmäßigen Abständen an den Korkeichen Spaniens und Portugals nach. Erdöl hingegen, aus dem viele Kunststoffe hergestellt werden, tut dies nicht. Und da Erdöl an anderer Stelle wesentlich dringender benötigt wird, wie zum Beispiel in der Medizin oder bei der Herstellung von Hightech-Materialien, sollten wir überall dort, wo wir können, auf Naturmaterialien setzen.

Abgesehen von der Ressourcenschonung und Umweltaspekten haben Yogamatten aus Kork auch weitere Vorteile. Kork ist nämlich nicht nur biologisch abbaubar, sondern auch wasserabweisend, äußerst rutschfest und bietet eine sehr gute Wärmeisolation. Damit bieten Korkmatten selbst bei schweißtreibenden Asanas hervorragenden Halt und somit optimale Trainingsbedingungen. Darüber hinaus eignen sich Yogamatten aus Kork auch für alle Menschen, die unter einer Latexallergie leiden.

Warum eignet sich Kautschuk für Yogamatten?

Yogamatten werden auch immer häufiger aus Naturkautschuk hergestellt oder zumindest auf der Unterseite mit diesem Material beschichtet. Was aber genau ist Kautschuk und welche Vorteile hat das Material? Unter den Begriff „Kautschuk“ fällt eine ganze Gruppe von Materialien, die sogenannten „elastischen Polymere“. Daher unterscheidet man auch grob zwischen Naturkautschuk und synthetischem Kautschuk.

Wenn an dieser Stelle von Kautschuk die Rede ist, meinen wir natürlich den Naturkautschuk, der bereits von den süd- und mittelamerikanischen Ureinwohnern vor über 3.600 Jahren verwendet wurde. Der milchige Saft des Kautschukbaums (Hevea brasiliensis) wird heute vor allem in Indonesien, Thailand und Malaysia gewonnen. Allerdings fließt natürlich nur ein kleiner Teil der jährlichen Weltproduktion von 7,6 Millionen Tonnen in die Herstellung von Yogamatten. Überraschenderweise wird ein Großteil des Naturkautschuks für die Produktion von Autoreifen verwendet.

Vorteile von Kautschuk als Yogamatten-Material

Das aus der milchigen Flüssigkeit hergestellte Naturgummi verfügt über einzigartige Eigenschaften, die es ideal für Yogamatten machen. Gerade gegenüber synthetischem Kautschuk und anderen Kunststoffen präsentiert sich das Naturmaterial deutlich rutschfester und strapazierfähiger. Das macht Yogamatten aus Naturkautschuk zur idealen Wahl für anspruchsvolle Yogastile. Hinzu kommen die wasserabweisenden Eigenschaften sowie die gute Dämpfungswirkung, sodass auch die Sprünge sehr dynamischer Yogastile leicht abgefedert werden können.

Ebenso wie Kork isoliert auch Kautschuk hervorragend gegen Kälte. Damit kannst Du Naturkautschukmatten auch sehr gut auf kalten Fliesen oder Steinböden einsetzen. Eine Yogamatte mit Korkoberfläche und einer Bodenbeschichtung aus Naturkautschuk ist damit sowohl von der Funktionalität her als auch hinsichtlich des Umweltaspekts eine ideale Kombination.

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