Geschwollener Zeh

geschwollener zeh

Geschwollener Zeh

Unter einer Schwellung am Zeh versteht man allgemein eine lokale Ansammlung von Flüssigkeit (Ödem). Diese Flüssigkeit stammt aus den umliegenden Blutgefäßen, was oftmals auf einen entzündlichen Prozess oder ein Trauma zurückgeht. In den meisten Fällen sammelt sich die Flüssigkeit im Bereich der Fußzehengelenke, weshalb die Schwellung des Zehs dort am deutlichsten sichtbar ist. Während die Kleinzehen vergleichsweise selten betroffen sind, treten Schwellungen an der Großzehe häufig auf. Ursächlich ist die starke Belastung der Großzehe.

 

Geschwollener Zeh – Ursachen

Da es sich bei einem geschwollenen Zeh um ein recht unspezifisches Beschwerdebild handelt, kommen dafür zahlreiche Ursachen in Frage. Zu den häufigsten Auslösern für Schwellungen im Bereich der Zehen gehören folgende Ursachen:

Trauma: Die häufigste Ursache für die isolierte Schwellung eines Zehs ist eine Gewalteinwirkung (Trauma). Die Schwellung tritt hier infolge einer Quetschung auf, die durch das Anstoßen des Zehs oder das Herabfallen eines Gegenstands ausgelöst wird. In manchen Fällen ist die Schwellung Folge eines Knochenbruchs.

Lymphödem: Bei einem Lymphödem handelt es sich um angestaute Lymphflüssigkeit, die nicht korrekt abfließen kann.

Rheumatoide Arthritis: Schwellungen an verschiedenen Gelenken sind ein typisches Symptom der chronischen Gelenkerkrankung. Sind die Füße betroffen, geschieht dies meist im Rahmen einer sogenannten symmetrischen Schwellung an beiden Füßen.

Psoriasisarhtritis: Auch bei dieser Gelenkerkrankung, die im Zuge von Schuppenflechte auftritt, kann es zur Schwellung einzelner Zehen kommen.

Gicht: Ist vor allem die Großzehe betroffen, steht dahinter häufig ein Gichtanfall, wobei sich Harnsäure aus dem Blut in Form von Kristallen in den Zehengelenken bzw. generell in den Gelenken ablagert.

Hallux rigidus: Auch im Rahmen eines Hallux rigidus schwillt vor allem die Großzehe an. Mehr zum Thema erfährst Du in unserem Artikel zum Thema Hallux rigidus.

Fußpilz: Fußpilz gehört zu den verbreitetsten Erkrankungen der Füße. Auch wenn in den meisten Fällen lediglich Rötungen, schuppige Haut, nässende Stellen und Juckreiz auftreten, kann es in einigen Fällen auch zum Anschwellen einzelner Zehen kommen.

Insektenstiche: Tatsächlich sind Insektenstiche im Sommer durch das Tragen offener Schuhe ohne Socken eine häufige Ursache von Schwellungen der Zehen. Gerade, wenn es sich um Wespenstiche handelt oder ein Erreger in den Stichkanal gerät, kann der Zeh deutlich anschwellen und sich entzünden.

 

Geschwollener Zeh – Symptome

Die Symptome und Begleitsymptome deuten auf unterschiedliche Erkrankungen bzw. Ursachen und damit auch auf die jeweils ideale Behandlung hin. Unterschieden wird hier beispielsweise zwischen der schmerzhaften und der schmerzlosen Schwellung. Eine schmerzlose Schwellung, von der meist alle Zehen betroffen sind, ist ein typisches Symptom für ein Lymphödem.

Handelt es sich hingegen um eine schmerzhafte Schwellung, liegen Ursachen wie ein Insektenstich, ein Trauma oder ein Gichtanfall nahe. Insbesondere bei Gichtanfällen fallen die Schmerzen stark aus und treten plötzlich auf. Weist der Zeh Eiterbildung auf, ist dies ein typisches Zeichen für eine bakterielle Infektion.

Die Kombination aus einer Rötung und einer Schwellung indes deutet ebenfalls auf einen Gichtanfall oder eine Psoriasisarthritis hin. Hierbei ist die Großzehe schmerzhaft, erwärmt und errötet. Juckreiz und Schwellungen lassen hingegen Fußpilz als Auslöser vermuten, wenngleich dieser in der Regel nicht zu Schwellungen der Zehen führt.

Geschwollener Zeh – Behandlung

Die Behandlung eines geschwollenen Zehs hängt von der grundlegenden Ursache ab. Dementsprechend wichtig ist eine zielgerichtete Diagnose, sofern Du nicht bereits weißt, dass Du z.B. unter Gicht leidest. Bei einer bakteriellen Infektion ist beispielsweise oft die Behandlung mit Antibiotika nötig. Hält die Schwellung also mehrere Tage ohne Besserung an und ist die Ursache unklar, solltest Du zum Arzt gehen. Unabhängig von der Ursache gibt es jedoch einige Dinge, die Du tun kannst, um die Beschwerden zunächst zu lindern:

  • Schone Deinen Zeh, indem Du weiches Schuhwerk wählst. Ideal sind offene Schuhe. Auch barfuß ohne Socken zu laufen, ist zuhause eine gute Option zur Entlastung.
  • Schone Deinen Zeh so oft wie möglich durch das Hochlagern. Auf diese Weise kann angestaute Flüssigkeit besser abfließen.
  • Kühle Deinen Zeh regelmäßig (alle 2-3 Stunden) für etwa 20 Minuten mit einem Cool-Pack oder Eisbeutel. Hier bieten wir unsere Sportsalbe kühlend in Form eines Roll On zur einfachen Auftragung an.
    Sollte eine offene Wunde vorhanden sein, empfiehlt sich die Anwendung jedoch nicht.
  • Gegen Entzündungen und Schmerzen kannst Du sogenannte nicht-steroidale Antirheumatika (NSAR) wie Ibuprofen und Diclofenac einsetzen, die gleichzeitig schmerz- und entzündungslindernd wirken.

2 Idee über “Geschwollener Zeh

  1. Koch sagt:

    habe seit gestern einen geschwollen großen zeh. es arbeitet der ganze zeh. stiche, druck,zwicken.
    ihre info hat mir nun mitten in der nacht weiter geholfen. werde es jetzt mit eisbeutel versuchen.

  2. Winter liudmila. sagt:

    Guten tag.ich habe frage.könnte das sein was bei reumatoide Arthritis geschwollenen Zehe bleiben so lange,über Sechs Monate??ist das normal,oder falsche Diagnose?danke.

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