Innenbandriss

innenbandriss

Innenbandriss am Fuß – Definition

Unser Sprunggelenk ist äußerst komplex aufgebaut und zudem noch hohen Belastungen ausgesetzt. Folglich kommt es gerade im Bereich des Fußes zu vielen Bänderverletzungen. Eine der häufigsten Verletzungen ist der Riss des Innenbandes im oberen Sprunggelenk (Innenbandruptur). Dabei kommt es zu einem Riss oder kompletten Ausreißen des Innenbandes, das den Innenknöchel mit dem Sprung- und Fersenbein verbindet. Im Gegensatz zum Außenband ist der Aufbau des Innenbandes deutlich komplexer. In der Medizin unterscheidet man zwischen einem vorderen, mittleren und hinteren Anteil des Innenbandes. Durch diese Komplexität ist es möglich, dass der Innenbandkomplex das Sprunggelenk gegen Fehlbelastungen und Distorsion (Verdrehung) stabilisiert. Weitere häufige Bänderrisse im Fuß bzw. Sprunggelenk sind der Außenbandriss sowie der Riss des Syndesmosebandes.

Innenbandriss am Fuß – Ursachen

Auslöser für einen Innenbandriss im Fuß ist in beinahe jedem Fall eine direkte oder indirekte äußere Gewalteinwirkung. Infolge eines solchen Traumas wird das Innenband durch Verdrehung oder Überdehnung über seine natürliche Belastungsgrenze hinaus belastet. In der Folge reißt es oder reißt gar am knöchernen Ansatz aus. Zu einem Innenbandriss kommt es vor allem im Rahmen einer unnatürlichen Verdrehung oder einem klassischen Umknicktrauma. Ein solches Trauma, bei dem der Fuß nach innen wegknickt, tritt im Alltag beispielsweise bei einem Fehltritt auf eine Treppenstufe oder eine Bordsteinkante auf. Auf rutschigen oder unebenen Böden ist die Gefahr besonders groß. Ferner kann die Gewalteinwirkung auch durch Sportunfälle bedingt sein. Typisch ist hier etwa die fehlerhafte Landung nach einem Sprung oder der Kontakt mit einem Gegenspieler bei Kontaktsportarten wie Fußball oder American Football. Allgemein gehen komplexe Sportarten mit ruckartigen Start-, Stopp- und Drehbewegungen mit einem erhöhten Risiko für einen Innenbandriss im Fuß einher.

Innenbandriss am Fuß – Symptome

Bei einem Bänderriss tritt bereits während des traumatischen Ereignisses ein plötzlicher starker Schmerz im Bereich des Innenknöchels auf. Typisch für einen Bänderriss ist, dass der Ruheschmerz mit der Zeit deutlich nachlässt und schließlich sehr dumpf ausfällt. Bewegst Du Deinen Fuß, nehmen die Schmerzen allerdings wieder zu. Zusätzlich zu dem Schmerz tritt ein Gefühl von Instabilität im Sprunggelenk auf. Darüber hinaus kommt es zu einer Schwellung, die meist auch druckschmerzhaft ist. Nach einer Zeit bildet sich durch Einblutungen ein Bluterguss, den Du anhand einer Blaufärbung des Innenknöchels erkennst. In manchen Fällen steht das Fersenbein zudem sichtbar nach innen.

Innenbandriss am Fuß – Behandlung

Ein Bänderriss am Knöchel kann in den meisten Fällen konservativ behandelt werden. Durch eine Operation ergeben sich laut medizinischen Studien keine signifikanten Vorteile. Eine Ausnahme besteht jedoch bei Profi-Sportlern sowie in dem Fall, dass das Innenband am Knöchel knöchern ausgerissen sein sollte. Die Behandlung erfolgt durch eine starre Schiene (Orthese), die Du für ca. drei bis vier Wochen tragen musst. Zudem wird Dein Fuß mittels Unterarmgehstützen entlastet. Sofern Du in den ersten Tagen noch Schmerzen hast, kannst Du auf nicht-steroidale Antirheumatika wie Diclofenac und Ibuprofen oder alternativ Paracetamol zurückgreifen. Medikamente, die Acetylsalicylsäure (z.B. Aspirin) enthalten, sind gerade direkt nach dem Unfall nicht als Schmerzmittel geeignet. Diese hemmen die Blutgerinnung und können damit weitere Einblutungen und Schwellungen fördern.

Erste Hilfe bei Verdacht auf Innenbandriss im Fuß

Mit korrektem Handeln kannst Du selbst die Heilung bereits direkt nach dem Unfall beeinflussen. Und das, noch bevor ein Arzt überhaupt eine Diagnose gestellt hat. Die Zauberformel lautet PECH-Regel. P wie Pause: Sobald ein traumatisches Ereignis eintritt, solltest Du jede sportliche Belastung beenden, bzw. jede weitere Belastung nach Möglichkeit vermeiden. Lass Dich dazu beispielsweise stützen, damit Du Deinen Fuß nicht weiter belastest. E wie Eis: Im nächsten Schritt steht die Kühlung an. Verwende hierzu Cool-Packs, Eis-Spray oder Eisbeutel. Kühle Deinen Knöchel zunächst für 20 Minuten und daraufhin alle zwei bis drei Stunden für weitere 20 Minuten. Die Kälte bewirkt, dass sich die Gefäße zusammenziehen und damit weiteres Einbluten und Anschwellen gehemmt wird. C wie Compression: Stabilisiere Deinen Knöchel und übe leichten Druck darauf aus. Hier kannst Du wahlweise auf eine straffe oder starre Bandage setzen oder einen strammen Mullwickel verwenden. Achte aber darauf, dass Du Deinen Knöchel nicht abschnürst. Ebenso wie die Kühlung verhindert die Kompression das weitere Anschwellen. Zusätzlich wird Dein Gelenk stabilisiert. H wie Hochlagern: Sobald Du zuhause bist, respektive beim Arzt warst, solltest Du Dein Bein regelmäßig hochlegen und schonen. Durch die Entlastung erholen sich die verletzten Strukturen schneller. Zudem für die Hochlagerung dazu, dass Flüssigkeit aus der Schwellung schneller abfließen kann.

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