Kühlgel Roll-On
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Eine Kalkschulter kann lange unbemerkt bleiben und plötzlich sehr starke Schulterschmerzen verursachen. Die Kalkablagerungen entstehen meistens in den Sehnen der Rotatorenmanschette und können das umliegende Gewebe reizen. Viele Kalkdepots werden vom Körper im Laufe der Zeit selbst wieder abgebaut. Erfahre, woran Du eine Kalkschulter erkennst, welche Behandlungsmöglichkeiten es gibt und welche Übungen die Beweglichkeit unterstützen können.
Bei einer Kalkschulter, medizinisch Tendinosis calcarea oder kalzifizierende Tendinopathie genannt, bilden sich Kalkablagerungen in einer Schultersehne. Diese Depots bestehen überwiegend aus Kalziumsalzen und nicht, wie teilweise behauptet, aus Kalium.
Betroffen ist meistens die Rotatorenmanschette. Dabei handelt es sich um eine Gruppe aus vier Muskeln und ihren Sehnen, die das Schultergelenk stabilisieren und Bewegungen des Arms ermöglichen. Besonders häufig lagert sich Kalk in der Supraspinatussehne ab, die unter dem Schulterdach verläuft.
Eine Kalkablagerung verursacht nicht automatisch Beschwerden. Sie wird deshalb gelegentlich zufällig bei einer Röntgen- oder Ultraschalluntersuchung entdeckt. Schmerzen entstehen vor allem, wenn das Kalkdepot das umliegende Gewebe reizt, den Raum unter dem Schulterdach einengt oder sich der Körper mit dem Abbau der Ablagerung beschäftigt.
Die Kalkschulter tritt überwiegend im mittleren Erwachsenenalter auf und betrifft Frauen etwas häufiger als Männer. Sie ist keine klassische Verschleißerkrankung wie eine Arthrose und auch nicht unmittelbar die Folge einer kalziumreichen Ernährung.
Die Kalkschulter kann in drei übergeordnete Stadien eingeteilt werden. Nicht alle Betroffenen durchlaufen diese Phasen vollständig oder in derselben Geschwindigkeit. Einzelne Stadien können außerdem längere Zeit bestehen bleiben oder sich überschneiden.
In der ersten Phase verändert sich das Gewebe innerhalb der betroffenen Sehne. Sehnenzellen werden teilweise in knorpelähnliche Zellen umgewandelt. Warum dieser Prozess beginnt, ist bislang nicht abschließend geklärt. Kalk ist zu diesem Zeitpunkt noch nicht eingelagert und daher auch nicht im Röntgenbild sichtbar. Beschwerden treten in dieser Phase häufig noch nicht auf.
In der Kalzifikationsphase werden Kalziumsalze in das veränderte Gewebe eingelagert. Das Kalkdepot kann zunächst fester werden und für längere Zeit weitgehend unverändert bestehen bleiben. Auch diese Phase muss keine Beschwerden verursachen. Besonders schmerzhaft kann die anschließende Resorptionsphase sein. Dabei wird das Kalkdepot weicher und vom Körper schrittweise aufgenommen. Die damit verbundenen Reaktionen des umliegenden Gewebes können plötzlich starke Schmerzen und eine Schleimbeutelreizung auslösen.
Nachdem der Körper das Kalkdepot teilweise oder vollständig abgebaut hat, beginnt die Reparaturphase. Der betroffene Bereich wird nach und nach durch Sehnengewebe ersetzt. Die Schmerzen lassen dabei häufig deutlich nach und die Beweglichkeit verbessert sich. Der gesamte Verlauf kann sich dennoch über mehrere Monate oder länger erstrecken. Bei manchen Menschen bleibt ein Kalkdepot bestehen, ohne weitere Beschwerden zu verursachen.
Die Beschwerden hängen nicht allein von der Größe des Kalkdepots ab. Auch seine Lage, das jeweilige Krankheitsstadium und die Reaktion des umliegenden Gewebes spielen eine Rolle. Selbst größere Ablagerungen können beschwerdefrei bleiben, während kleinere Depots mit starken Schmerzen verbunden sein können.
Typische Symptome einer Kalkschulter sind:
Charakteristisch ist häufig ein sogenannter schmerzhafter Bogen. Dabei treten die Beschwerden vor allem während eines bestimmten Abschnitts beim seitlichen Anheben des Arms auf. Bei starken akuten Schmerzen kann die Schulter zeitweise nahezu unbeweglich wirken.
Eine schmerzbedingte Bewegungseinschränkung bei einer Kalkschulter ist nicht mit einer Frozen Shoulder gleichzusetzen. Bei der Frozen Shoulder ist die Schultergelenkkapsel verändert, weshalb sowohl die aktive als auch die von außen geführte passive Beweglichkeit eingeschränkt ist.
Bei einer Kalkschulter lässt sich der Arm passiv häufig weiter bewegen, sofern die Schmerzen dies zulassen. Beide Erkrankungen können jedoch gleichzeitig auftreten. Eine körperliche Untersuchung hilft dabei, die Ursachen voneinander abzugrenzen.
Starke oder länger anhaltende Schulterschmerzen sollten medizinisch abgeklärt werden. Das gilt besonders, wenn die Beweglichkeit zunehmend eingeschränkt ist oder die Beschwerden regelmäßig in der Nacht auftreten.
Eine zeitnahe Untersuchung ist außerdem erforderlich, wenn:
Plötzliche Schulterschmerzen in Verbindung mit Brustschmerzen, Atemnot, Übelkeit oder kaltem Schweiß können auf einen medizinischen Notfall hindeuten. Verständige in diesem Fall umgehend den Rettungsdienst.
Warum sich ein Kalkdepot in der Schulter bildet, ist wissenschaftlich noch nicht vollständig geklärt. Vermutlich verändert sich das Sehnengewebe zunächst, bevor Kalziumsalze eingelagert werden. Eine verminderte Sauerstoffversorgung bestimmter Sehnenbereiche wird als möglicher Faktor diskutiert, ist aber nicht als alleinige Ursache belegt.
Auch mechanische Belastungen können den Verlauf beeinflussen. Häufige Überkopfarbeiten oder bestimmte Sportarten verursachen eine Kalkschulter jedoch nicht automatisch. Ebenso lässt sich die Erkrankung nicht immer auf einen früheren Unfall, eine Sehnenentzündung oder eine falsche Bewegung zurückführen.
Als mögliche Risikofaktoren und Zusammenhänge gelten:
Die Kalkablagerung entsteht nicht, weil über die Nahrung zu viel Kalzium aufgenommen wurde. Eine kalziumarme Ernährung kann das Depot daher nicht auflösen und ist ohne eine andere medizinische Begründung nicht sinnvoll.
Zu Beginn fragt der Arzt, wo die Schmerzen auftreten, seit wann sie bestehen und bei welchen Bewegungen sie sich verstärken. Bei der körperlichen Untersuchung werden Beweglichkeit, Muskelkraft und verschiedene Schulterbewegungen geprüft.
Eine Ultraschalluntersuchung kann Kalkablagerungen, Veränderungen der Sehnen und eine mögliche Schleimbeutelreizung sichtbar machen. Auf Röntgenaufnahmen lassen sich Lage und Größe vieler Kalkdepots ebenfalls gut erkennen.
Eine MRT-Untersuchung ist für die Diagnose normalerweise nicht erforderlich. Sie kann bei unklaren Beschwerden oder beim Verdacht auf zusätzliche Schäden der Rotatorenmanschette sinnvoll sein.
Da Kalkdepots auch bei beschwerdefreien Menschen vorkommen, muss der bildgebende Befund zu den Schmerzen und Untersuchungsergebnissen passen. Nicht jede sichtbare Verkalkung ist automatisch die Ursache der Beschwerden.
Eine Kalkschulter muss nicht behandelt werden, wenn sie keine Beschwerden verursacht. Bei einer symptomatischen Kalkschulter richtet sich die Therapie nach der Stärke der Schmerzen, der Beweglichkeit und der jeweiligen Krankheitsphase.
In vielen Fällen baut der Körper das Kalkdepot mit der Zeit selbst ab. Die Behandlung soll vor allem die Beschwerden kontrollieren, eine längerfristige Schonhaltung vermeiden und die Schulterfunktion erhalten beziehungsweise wiederherstellen.
Bewegungen, welche die Beschwerden deutlich verstärken, solltest Du zunächst reduzieren. Dazu gehören häufig wiederholte Überkopfarbeiten, schweres Heben oder Sportarten wie Tennis, Volleyball und Schwimmen.
Eine vollständige Ruhigstellung ist meist nicht empfehlenswert. Wird die Schulter über längere Zeit kaum bewegt, können Kraft und Beweglichkeit abnehmen. Besonders in der akuten Phase sollte die Belastung jedoch an die individuelle Schmerzgrenze angepasst werden.
Entzündungshemmende Schmerzmittel wie Ibuprofen oder Diclofenac können akute Beschwerden vorübergehend lindern. Sie eignen sich nicht für alle Menschen und können unter anderem Magen, Nieren und Herz-Kreislauf-System belasten.
Bei einer ausgeprägten Schleimbeutelreizung kann eine ärztlich durchgeführte Kortisoninjektion die Beschwerden zeitweilig reduzieren. Sie löst das Kalkdepot jedoch nicht auf und sollte wegen möglicher Nebenwirkungen nicht beliebig oft wiederholt werden.
Physiotherapie kann dabei helfen, die Beweglichkeit der Schulter zu erhalten und später die Rotatorenmanschette sowie die Schulterblattmuskulatur zu kräftigen. Die Intensität richtet sich nach der aktuellen Schmerzphase.
Bei starken akuten Beschwerden stehen vorsichtige, entlastende Bewegungen im Vordergrund. Intensives Dehnen oder Krafttraining gegen den Schmerz kann die Reizung verstärken. Sobald die Beschwerden nachlassen, lässt sich das Training schrittweise erweitern.
In einer akuten Schmerzphase empfinden viele Betroffene Kälte als angenehm. Dafür kannst Du ein in ein Tuch eingeschlagenes Kühlpack für etwa zehn bis 15 Minuten auflegen. Sehr kalte Gegenstände sollten nicht direkt mit der Haut in Kontakt kommen.
Der Kühlgel Roll-On von sapura health kann die Pflegeroutine durch ein erfrischendes, kühlendes Hautgefühl ergänzen. Der Rollkopf ermöglicht ein gezieltes Auftragen im Schulterbereich, ohne dass das Gel mit den Händen verteilt werden muss.

Fühlt sich vor allem die umliegende Muskulatur angespannt an, kann außerhalb einer akuten Reizphase auch Wärme wohltuend sein. Der Wärmesalbe Roll-On von sapura health schenkt der Haut im Schulter- und Nackenbereich ein gezieltes Wärmegefühl.

Bei der extrakorporalen Stoßwellentherapie werden Schallwellen von außen auf das Kalkdepot gerichtet. Das Verfahren wird vor allem bei länger anhaltenden Beschwerden eingesetzt, wenn einfachere konservative Maßnahmen nicht ausreichend geholfen haben.
Einzelne Untersuchungen zeigen mögliche Verbesserungen der Beschwerden und eine Verkleinerung der Ablagerungen. Die Studienlage ist jedoch nicht einheitlich. Der IGeL-Monitor bewertet den Nutzen der Stoßwellentherapie bei einer Kalkschulter aktuell als „unklar“.
Vor der Behandlung solltest Du Dich deshalb über Erfolgsaussichten, mögliche Nebenwirkungen und die Kostenübernahme informieren. Vorübergehend können unter anderem Schmerzen, Rötungen und Blutergüsse auftreten.
Bei der ultraschallgesteuerten Nadelspülung, auch Needling, Lavage oder Barbotage genannt, wird das Kalkdepot mit einer Nadel eröffnet. Anschließend versucht die behandelnde Ärztin oder der behandelnde Arzt, Bestandteile des Kalks auszuspülen beziehungsweise abzusaugen.
Das Verfahren kann bei gut erreichbaren, weicheren Kalkdepots infrage kommen. Mögliche Vorteile und Risiken sollten individuell besprochen werden. Nicht jedes Depot eignet sich für diese Behandlung.
Eine Operation ist nur selten notwendig. Sie kann erwogen werden, wenn erhebliche Schmerzen oder Bewegungseinschränkungen trotz einer über längere Zeit konsequent durchgeführten konservativen Behandlung bestehen bleiben.
Meist erfolgt der Eingriff im Rahmen einer Schulterarthroskopie. Dabei wird das Kalkdepot über kleine Zugänge lokalisiert, eröffnet und möglichst schonend entfernt. Falls ein entzündeter Schleimbeutel oder weitere Veränderungen vorliegen, können diese ebenfalls behandelt werden.
Nach dem Eingriff ist eine physiotherapeutisch begleitete Rehabilitation wichtig. Die Schulter wird schrittweise mobilisiert und anschließend gekräftigt. Bis die volle Belastbarkeit wieder erreicht ist, können mehrere Wochen oder Monate vergehen.
Welche Übungen geeignet sind, hängt von der aktuellen Krankheitsphase ab. Während einer starken Schmerzattacke sollte die Schulter nur vorsichtig und in einem gut verträglichen Bereich bewegt werden. Kräftigungsübungen sind vor allem sinnvoll, wenn die akute Reizung nachgelassen hat.
Die folgenden Übungen können nach ärztlicher oder physiotherapeutischer Rücksprache eingesetzt werden. Beende das Training, wenn die Schmerzen deutlich zunehmen, in den Arm ausstrahlen oder nach der Übung länger anhalten.
Starkes Ziehen, ruckartige Bewegungen und aggressives Dehnen sind besonders in der akuten Phase ungeeignet. Die Übungen dürfen die Beschwerden nicht deutlich verschlechtern.
Als Orientierung gilt:
Der Verlauf ist individuell sehr unterschiedlich. Eine akute Schmerzphase während des Kalkabbaus kann nach wenigen Tagen oder Wochen nachlassen. Bis sich Beweglichkeit und Belastbarkeit vollständig erholen, können jedoch mehrere Monate vergehen.
Bei manchen Menschen bleibt das Kalkdepot über einen längeren Zeitraum bestehen, verursacht aber keine oder nur geringe Beschwerden. Die Größe der Ablagerung allein erlaubt keine zuverlässige Vorhersage über Schmerzstärke und Heilungsdauer.
Da die genaue Ursache nicht bekannt ist, lässt sich eine Kalkschulter nicht gezielt verhindern. Regelmäßige Bewegung und eine kräftige Schulter- und Rumpfmuskulatur können jedoch dazu beitragen, die Schulter belastbarer zu machen.
Hilfreich sind insbesondere:
Diese Maßnahmen bieten keinen sicheren Schutz vor einem Kalkdepot. Sie können aber die allgemeine Schulterfunktion unterstützen und belastungsbedingten Beschwerden entgegenwirken.
Bei einer Kalkschulter lagern sich Kalziumsalze in einer Sehne der Rotatorenmanschette ab. Viele dieser Ablagerungen bleiben unbemerkt oder werden im Laufe der Zeit vom Körper wieder abgebaut. Besonders während der Resorptionsphase können jedoch plötzlich sehr starke Schmerzen auftreten.
Die Behandlung erfolgt in den meisten Fällen konservativ. Angepasste Belastung, kurzzeitige Schmerzbehandlung, Physiotherapie und kontrollierte Übungen stehen dabei im Mittelpunkt. Kühlende oder wärmende Pflege kann abhängig von der Krankheitsphase und dem persönlichen Empfinden als angenehm wahrgenommen werden, löst das Kalkdepot aber nicht auf.
Eine Operation ist nur bei anhaltenden erheblichen Beschwerden notwendig. Da auch andere Schultererkrankungen ähnliche Symptome auslösen können, sollten starke, zunehmende oder länger bestehende Beschwerden ärztlich untersucht werden.
Viele Kalkdepots werden im Laufe der Zeit vom Körper selbst abgebaut. Angepasste Belastung, Schmerzbehandlung und Physiotherapie können die Beschwerden währenddessen kontrollieren und die Beweglichkeit erhalten. Bei anhaltenden Problemen kommen unter anderem eine Stoßwellentherapie, eine ultraschallgesteuerte Nadelspülung oder selten eine Operation infrage.
Mögliche Anzeichen sind Schmerzen beim seitlichen Anheben des Arms, Beschwerden bei Überkopfbewegungen und nächtliche Schmerzen beim Liegen auf der betroffenen Schulter. Während der Abbauphase kann eine plötzlich auftretende intensive Schmerzattacke hinzukommen. Sicher feststellen lässt sich das Kalkdepot durch eine ärztliche Untersuchung sowie Ultraschall oder Röntgen.
Der genaue Auslöser ist bisher nicht bekannt. Vermutlich verändern sich zunächst Zellen innerhalb der Sehne, bevor Kalziumsalze eingelagert werden. Diabetes, Schilddrüsenerkrankungen und wiederholte Schulterbelastungen werden als mögliche Einflussfaktoren diskutiert, verursachen aber nicht zwangsläufig eine Kalkschulter.
Keine Salbe kann das Kalkdepot auflösen. Medizinische Gele mit entzündungshemmenden Wirkstoffen wie Diclofenac können Schmerzen vorübergehend lindern, eignen sich aber nicht für alle Menschen. Kosmetische Kühl- oder Wärmeprodukte können ergänzend ein angenehmes Hautgefühl vermitteln, behandeln jedoch weder die Verkalkung noch die zugrunde liegende Sehnenveränderung.